Von Claudia Bader
Kettershausen Die Zuhörer waren gespannt. Beim traditionellen Frühjahrskonzert der Musikkapelle Kettershausen-Bebenhausen gab Lukas Bruckmeyer sein offizielles Debüt als Dirigent. Der 19-jährige Schüler an der Krumbacher Berufsfachschule für Musik hat die stattliche Besucherschar voll und ganz überzeugt – nicht nur mit seinen gelungenen Eigenkompositionen. Begeisterten Applaus ernteten auch die Jugendkapelle „New Wave“ und die Egger Musikanten, die das facettenreiche Programm bereicherten.
Voll besetzt war die Kettershauser Gemeindehalle, als die Egger Musikanten mit „Norway Impressions“ von Alfred Bösendorfer eine akustische Exkursion durch die romantische Fjordlandschaft Norwegens unternahmen. Unter präziser Leitung von Milan Nemec schilderte das Blasorchester mit „Adebars Reise“ den Flug des Storchs in den Süden.
Später gehörte die Bühne der mit dem Nachwuchs der Musikvereine Buch, Kettershausen, Oberroth und Unterroth besetzten Jugendkapelle „New Wave“. Unter behutsamer und zugleich fordernder Leitung von Helmut Karg bewiesen die Mädchen und Buben, dass sie fleißig geübt haben.
Mit dem Konzertmarsch „Musikantengold“ brachte die Musikkapelle Kettershausen-Bebenhausen einen Leitgedanken ihres neuen Dirigenten zum Ausdruck: „Ein Musikant zu sein ist eine Gabe Gottes, die man niemals hergeben sollte.“
Unter anderem durften die Besucher mit „Böhmischer Feierabend“ eine Komposition hören, die Bruckmeyer im Alter von erst 13 Jahren geschrieben hat. Auch der aus seiner Feder stammende Walzer „Hand in Hand“ verdeutlichte, wie sehr der junge Dirigent mit seiner Musik lebt sowie mit ausdrucksstarker Gestik an Disziplin und Klangkultur seines Orchesters arbeitet. Gesangseinlagen, die Bruckmeyer gemeinsam mit Diana Ehrmann und Katharina Äbtle präsentierte, ließen das Frühjahrskonzert ausklingen.