Am frühen Mittwochmorgen wurden federführend durch die Kriminalpolizei Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Memmingen sowie mit Unterstützung durch rund 180 Einsatzkräfte insgesamt 18 Wohnobjekte nach Betäubungsmitteln durchsucht.
Die Durchsuchungsobjekte erstreckten sich auf die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen, Donau-Ries, Eichstätt, Heidenheim und die Stadt Ulm. Hintergrund für die Maßnahmen war, dass bei 18 beschuldigten Männer im Alter zwischen 20 und 49 Jahren der Verdacht bestand, dass sie in der Vergangenheit zum Teil mehrfach Betäubungsmittel von vier weiteren Hauptbeschuldigten aus dem Raum Günzburg erworben hatten. Mehr dazu lesen Sie hier: Polizei gelingt Schlag gegen Günzburger Drogenszene
Die vier Hauptbeschuldigten waren bereits im Juli 2020 nach einer unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmittel aus den Niederlanden vorläufig festgenommen worden. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen waren neben der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm auch Einsatzkräfte von den umliegenden Kriminalpolizeiinspektionen Memmingen, Dillingen und Ingolstadt, der Operativen Ergänzungsdienste Kempten und Neu-Ulm, der Polizeiinspektion Augsburg Ergänzungsdienste, eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Königsbrunn, das Unterstützungskommando Dachau sowie Einsatzkräfte aus dem angrenzenden Baden-Württemberg beteiligt. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen von Kripo Neu-Ulm und Staatsanwaltschaft Memmingen.
Durchsuchungsaktion im Drogenmillieu: 36-Jähriger leistet Widerstand
Im Rahmen der Durchsuchungen leistete ein 36–jähriger Angehöriger eines Beschuldigten Widerstand, indem er versuchte, die polizeilichen Maßnahmen zu stören und beleidigte dabei mehrfach die eingesetzten Beamten. Der 36-Jährige wurde daher während der Durchsuchungsmaßnahme festgenommen und gefesselt.
Im Ergebnis konnten verschiedenste Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Dabei handelte es sich insgesamt um etwa 70 Ecstasy-Tabletten, 170 Gramm Marihuana, 65 Gramm psilocybinhaltige Pilze, 30 Gramm Kokain, 20 Gramm Haschisch sowie geringe Mengen Amphetamin und Heroin und etwa ein Kilo Streckmittel, das vermutlich für Kokain verwendet werden sollte. Zudem wurden rund 50.000 Euro mutmaßliches Drogengeld, eine PTB-Waffe sowie diverse Datenträger sichergestellt. Alle Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. (az)
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