Im Rahmen einer großen Durchsuchungsaktion hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm am Donnerstagmorgen Wohnungen in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg durchsucht. Unterstützt von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei suchten die Beamten dabei nach kinder- und jugendpornografischem Material.
Durchsuchung: Polizei beschlagnahmt Handys, Tablets und Computer
Die Durchsuchungen fanden nach Angaben de Polizeipräsidiums in den Dienstbereichen der Polizeiinspektionen Illertissen, Weißenhorn, Neu-Ulm, Günzburg und Burgau statt. Es wurden insgesamt zehn Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschlüsse bei 15 Beschuldigten vollzogen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen führt gegen alle Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes oder der der Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie. Ein Teil der Beschuldigten waren Jugendliche, so die Polizei. Es wurden mehrere Mobiltelefone, Tablets, Computer und andere Datenträger beschlagnahmt.
Kinderpornografie in Messenger-Chat-Gruppen erhalten
In vielen der genannten Strafverfahren besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass die Beschuldigten nicht aktiv nach entsprechendem Bildmaterial gesucht haben, sondern dieses in diversen Messenger-Chat-Gruppen verschiedener Onlinedienste erhalten haben. Falls sich Kinder- oder Jugendpornografisches Bildmaterial auf den beschlagnahmten Gegenständen befinden, folge in der Regel die Einziehung der jeweiligen Geräte im Strafverfahren.
Polizei rät: Besser nicht in große Messenger-Gruppen gehen
In diesem Zusammenhang möchte die Kriminalpolizei Neu-Ulm sensibilisieren, dass das Empfangen und das damit oftmals einhergehende automatisierte Herunterladen solchen Bildmaterials auf die Endgeräte bereits den Straftatbestand des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erfüllen kann. Damit werde bei behördlichem Bekanntwerden solcher Fälle in der Regel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Wohnungsdurchsuchung sowie die Beschlagnahme von Mobiltelefonen, Computer und anderer Datenträger ist oftmals die Folge daraus.
Die Kriminalpolizei Neu-Ulm rät daher, die Mitgliedschaft in großen Messenger-Gruppen mit persönlich nicht bekannten Mitgliedern zu vermeiden. Im Zweifel sollte man aus solchen Gruppen austreten und die Mediendateien daraus löschen. (az)
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