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Landratswahl: Kaum schwarze Flecken im Unterallgäu

Landratswahl

Kaum schwarze Flecken im Unterallgäu

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    Marita Kaiser gratuliert dem Wahlsieger Hans-Joachim Weirather.
    Marita Kaiser gratuliert dem Wahlsieger Hans-Joachim Weirather. Foto: Laurin Schmid

    Von Eva Büchele

    Mindelheim „Jetzt können wir es kaum mehr schaffen.“ Diesen Satz sagte Marita Kaiser am Wahlsonntag 40 Minuten, nachdem die Wahllokale geschlossen hatten. Die Stimmen einiger Gemeinden waren bereits ausgezählt. Kaiser sollte recht behalten, obwohl noch einer aufmunternd rief: „Rein mathematisch ist alles noch möglich.“ Am Sonntag haben die Unterallgäuer einen Landrat gewählt. Die Mehrheit der Stimmen gingen an Amtsinhaber Hans-Joachim Weirather.

    In der Bürgerstube in Mindelheim hatten sich die Vertreter der Unterallgäuer CSU versammelt, um mit der Kandidatin mitzufiebern, die sie im vergangenen Herbst mit großer Mehrheit nominiert hatten. Doch die Hoffnung schwand schnell. Nach und nach wurden die Ergebnisse an die Leinwand geworfen: Als endlich der erste schwarze Fleck – die Farbe der CSU – auf der Unterallgäu-Landkarte erschien, jubelte Kaiser. Die Wähler aus Ettringen hatten mehrheitlich ihre Stimmen für sie abgegeben. Noch ein Grund zur Freude war ein Anruf, der bei Kreisrat Franz Mutzel (CSU) einging: Auch in Babenhausen konnte Kaiser eine knappe Mehrheit erringen. Das zauberte ein kleines Lächeln auf die ansonsten angespannte Miene von Mutzel: „Wir haben hart gekämpft.“

    Trotzdem blieben die schwarzen Flecken die Ausnahme auf der Landkarte. Und so machte sich Kaiser auf den Weg ins Unterallgäuer Landratsamt, um Wahlsieger Weirather die Hand zu schütteln.

    „Ich habe nicht genügend Menschen persönlich erreicht“, begründete sie das Wahlergebnis. Natürlich sei sie „ein Stück weit enttäuscht“. Schließlich sei sie angetreten, um zu gewinnen. Nun wünsche sie dem Unterallgäu eine harmonische Zukunft, was ihrer Einschätzung nach angesichts der Stimmung im Kreistag schwer werden könnte. „Da gab es in den letzten Wochen kein ,Grüß Gott’ mehr.“

    Über die Wahlkampfmethoden der CSU wollte sich Wahlsieger Weirather gestern nicht äußern. „Heute fällt mir dazu nichts ein“, sagte er. „Ich habe immer Korrektheit an den Tag gelegt“, versuchte er, das Wahlergebnis zu begründen.

    Die Wahlergebnisse finden sich auch im Internet unter www.wahl-unterallgaeu.de

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