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Schulverband: Sanierung schlägt zu Buche

Schulverband

Sanierung schlägt zu Buche

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    Die Sanierung und der Neubau des Schulzentrums schlagen sich im Haushalt des Zweckverbandes nieder.
    Die Sanierung und der Neubau des Schulzentrums schlagen sich im Haushalt des Zweckverbandes nieder. Foto: Foto: Siegfried Rebhan

    Babenhausen Der ungedeckte Bedarf des Verwaltungshaushalts des Realschulzweckverbands für das Rechnungsjahr 2012 liegt bei 354950 Euro. Davon übernimmt der Landkreis Unterallgäu 80 Prozent, was knapp 284000 Euro entspricht. Auf den Fuggermarkt kommt eine Belastung von etwa 71000 Euro zu. Hinzu kommt aber noch eine Investitionsumlage, denn der ungedeckte Bedarf im Vermögenshaushalt beträgt 215000 Euro. Damit muss die Marktgemeinde weitere 43000 Euro, der Landkreis 172000 Euro tragen.

    Die Staatliche Realschule Babenhausen wird derzeit von 555 Schülern besucht. Darunter befinden sich auch rund 100 Schüler aus dem Nachbarlandkreis Neu-Ulm, für die Babenhausen die nächstgelegene sechsstufige Realschule darstellt. Rund 40 Schüler kommen aus dem Raum Heimertinger/Fellheimer. So richtete der Zweckverband bereits vor rund fünf Jahren eine eigene Buslinie ein, was sich natürlich auf die Schülerbeförderungskosten niederschlägt.

    Der Haushalt für das Jahr 2012 sieht im Verwaltungsetat Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 560000 Euro vor. Dabei stellen die „Bewirtschaftung“ (140000 Euro) und die Schülerbeförderung (115000 Euro) die beiden größten Posten dar. Der ungedeckte Bedarf liegt zahlenmäßig nahezu auf dem Niveau der Vorjahre.

    Der Ansatz des Vermögenshaushalts beinhaltet Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Dabei verschlingen die Baumaßnahmen große Summen. So beläuft sich der Realschulanteil für die Erweiterung und den Umbau des Schulzentrums auf 809000 Euro. Für die Generalsanierung des Schulzentrums (Planungskosten) fallen 523600 Euro für den Zweckverband an. Nur gut, dass diesbezüglich Haushaltsreste aus dem Jahr 2011 von 710000 Euro vorhanden sind. Auf der Einnahmenseite stehen „Investitionszuweisungen vom Land“ über 1,2 Millionen Euro und eine Kreditaufnahme von 140000 Euro, also zusammen rund 1,355 Millionen Euro. Den ungedeckten Bedarf finanzieren die Zweckverbandsmitglieder anteilmäßig.

    Der Schuldenstand des Zweckverbands betrug zum Jahreswechsel 600000 Euro. Der Stand der allgemeinen Rücklagen liegt bei 61000 Euro.

    Derzeit werden die Kosten für Generalsanierung geschätzt

    Bei der Jahresversammlung des Schulzentrums wurden haushaltstechnisch Gesamtkosten in Höhe von 12,5 Millionen Euro zugrunde gelegt. Dazu mahnte Kreisrat Franz Mutzel an, „äußerste Sparsamkeit walten zu lassen“, würden doch die Mitgliedsgemeinden unter den Kosten „kräftig schnaufen“. Möglicher Baubeginn ist „aus heutiger Sicht Sommer 2013, das Ende der Umbaumaßnahme 2016“.

    Eine detaillierte Kostenschätzung sowie ein Bauzeitenplan werden laut Verwaltung derzeit von einem Fachbüro erstellt. Nach Vorlage dieser Informationen sind insbesondere die Beträge im Finanzplan für die Folgejahre zu überarbeiten. Ebenso kann die Höhe der staatlichen Zuschüsse erst nach Vorlage des Bewilligungsbescheids genauer beziffert werden.

    Derzeit wird zudem geprüft, ob die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Erweiterungsbau im Schulzentrum wirtschaftlich wäre. Hierfür wurden beim Zweckverband Realschule im Haushaltsplan 2012 Nettoinvestitionskosten in Höhe von 117600 Euro eingestellt. Marktrat Martin Gleich fragte sich, weshalb hier eine Wirtschaftlichkeitsprüfung in Auftrag gegeben wurde, schließlich sei Solarenergie „immer eine gute Sache“. Auch drängte Gleich, die Angelegenheit „nicht auf die lange Bank zu schieben“.

    Der vorgestellte Haushaltsbericht passierte ohne größere Diskussion das Zweckverbandsgremium.

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