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Bellenberg: Haushalt 2026 belastet durch hohe Ausgaben und Kredite

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Bellenberg stellt sich auf hohe Ausgaben und mehr Schulden ein

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    Die Offene Ganztagsschule in Bellenberg startet im September und 
wird gewissermaßen als erstes der im Haushalt eingeplanten Vorhaben 
umgesetzt, wenngleich die baulichen Maßnahmen sukzessive erfolgen können.
    Die Offene Ganztagsschule in Bellenberg startet im September und wird gewissermaßen als erstes der im Haushalt eingeplanten Vorhaben umgesetzt, wenngleich die baulichen Maßnahmen sukzessive erfolgen können. Foto: Regina Langhans

    Der Gemeinderat Bellenberg hat sein Haushaltspaket für 2026 vor dem Hintergrund unsicherer Steuereinnahmen und einer Kreditaufnahme geschnürt. Die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt wird heuer nicht erreicht. Der Beschluss fiel einstimmig. Denn notwendige Großprojekte wie der neue Kindergarten oder die offene Ganztagsschule (OGTS) sind lange geplant und nicht aufzuschieben.

    Kämmerin Verena Miller, die das Zahlenwerk vorstellte, fürchtet, dass es bis 2029 die vorgeschriebene Summe vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt nicht zugeführt werden kann. Allein der Neubau beim Haus des Kindes „Guter Hirte“ verschlingt heuer 3,75 Millionen Euro. Wobei 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben bei Gesamtkosten von geschätzt fünf Millionen Euro vom Sondervermögen für Infrastruktur des Bundes übernommen werden.

    Gemeinde investiert 250.000 Euro in Lindenschule für OGTS

    Sodann sollen heuer für die Erweiterung der Lindenschule für die Offene Ganztagsschule (OGTS) 250.000 Euro ausgegeben werden. Zum vorgeschriebenen Start im September reiche die vorhandene Raumkapazität, hieß es in der Sitzung. Geplant ist der Ausbau bis 2028 für 150 Kinder mit insgesamt rund 2,75 Millionen Euro, wofür ebenfalls Zuschüsse erwartet werden, rechnet die Kämmerin vor. Der Umbau des „Gängele“ dieses Jahr als Auftakt zur Sanierung der Ortsmitte mit Kosten von etwa 350.000 Euro kann im Rahmen der Städtebauförderung (ISEK) mit Zuschüssen von 60 bis 80 Prozent rechnen.

    Zu Buche schlagen auch der Kauf eines Gerätewagens Logistik für die Feuerwehr (174.000 Euro), ein neuer Schlepper für den Bauhof (160.000 Euro), die Sanierung der Abwasserhebeanlage Mühlenweg (140.000 Euro) oder der Fußgängerunterführung der Bahn (50.000 Euro). 300.000 Euro sollen für Grundstückserwerb ausgegeben werden. Die Tilgungsrate beträgt 250.000 Euro.

    Grundstücksverkäufe an Tiefenbacher und Ulmer Straße bringen Einnahmen

    Für diese Investitionen ist heuer eine Kreditaufnahme von 1,484 Millionen Euro erforderlich, die ohne Zuschüsse weitaus höher ausfallen würde, erläuterte die Kämmerin. Auf der Einnahmenseite des Vermögenshaushaltes ist durch Grundstücksverkäufe an der Tiefenbacher und der UImer Straße mit rund 1,8 Millionen zu rechnen. Der Verkauf des alten Schleppers vom Bauhof soll 80.000 Euro einbringen. Mit der Zuführung von 74.950 Euro aus dem Verwaltungshaushalt wird die gesetzliche Mindestvorgabe nicht erreicht. So umfasst der Vermögenshaushalt ein Volumen von rund 5.969 Millionen Euro. 

    Ihm gegenüber stehen Einnahmen und Ausgaben von rund 12.287 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt. Die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftlichen Betriebe) ist auf 650 sowie die Grundsteuer B (Grundstücke) auf 270 vom Hundert festgesetzt. Die Gewerbesteuer beträgt 330 Prozent. Die schwer zu kalkulierenden Gewerbesteuereinnahmen veranschlagt die Kämmerin mit vorsichtigem Optimismus auf 2,5 Millionen Euro und den Einkommensteueranteil auf rund 3,9 Millionen Euro. Aufgrund der recht guten gemeindlichen Steuerkraft ergibt sich daraus ein Anspruch von lediglich 690.848 Euro an Schlüsselzuweisungen. Dagegen sind an Kreisumlage 3,42 Millionen Euro zu entrichten.

    Kindergärten verursachen hohe Ausgaben in Bellenberg

    Auf Grundlage der veranschlagten Gewerbesteuer in Höhe von 2,5 Millionen Euro ergibt sich eine Gewerbesteuerumlage von rund 265.150 Euro. Die Ausgabenseite kennzeichnen insbesondere die Personalausgaben von rund fünf Millionen Euro, wovon 1,13 Millionen Euro die allgemeine Verwaltung betreffen und 2,72 Millionen Euro die beiden Kindergärten. Der voraussichtliche Schuldenstand beträgt zum 31. Dezember dieses Jahres rund 2,73 Millionen Euro. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl von 4680 (Stand 2025) beträgt dann die Pro-Kopf-Verschuldung 583,45 Euro. Bellenberg liegt unter dem Landesdurchschnitt von 839 Euro pro Einwohner (Stand 2024).

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