Er sei "guter Dinge", sagte der stellvertretende Landrat Erich Winkler (CSU) am Freitag im Anschluss an eine richtungsweisende Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Krankenhauswesen. Hat er tatsächlich allen Grund dazu? Um diese Frage beantworten zu können, müsste man beim Wahrsager in die Glaskugel blicken. Wir alle wissen ja: "Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen." Dieser schöne Satz wird – wie so viele – dem großen Mark Twain zugeschrieben. Spaß beiseite: Ohne das nötige Quäntchen Optimismus müsste man beim Blick auf die Kreiskliniken verzweifeln. Seit so vielen Jahren ringen die Politik und diverse, teils sehr hoch bezahlte, Fachleute damit, die Kliniklandschaft trotz exorbitanter Defizite am Leben zu halten und die Kosten zu drücken. Letzteres war trotz der Reformanläufe vergeblich. Deshalb umweht die aktuellen Bemühungen ein deutlicher Hauch von letzter Chance. Jedes Jahr bis zu 18 Millionen Euro zubuttern zu müssen, überfordert die Kreisfinanzen.
Kommentar
Wegen hoher Defizite im Kreis Neu-Ulm: Jetzt wird die Kliniklandschaft erweitert
