Kurz vor Mittag erhält Wera Müller-Krenn einen Anruf von der Schule. „Wir müssen Tobias in einer halben Stunde abholen. Es geht nicht mehr“, ruft sie ihrem Mann Franz zu. Er schnappt sich die Autoschlüssel und verlässt das Haus. Seine Frau deckt schon den Tisch für das Essen. Dieses nimmt das Ehepaar nicht etwa mit einem eigenen Kind oder Enkel ein, sondern mit seinem Pflegesohn. Da der Zwölfjährige den Nachmittag außerplanmäßig nicht in der Ganztagsschule, sondern zu Hause verbringt, muss die Tageseinteilung wieder einmal spontan geändert werden.
Herretshofen
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