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Fußball-Regionalliga

04.06.2020

Ein letzter Gruß an die Fans der Spatzen

Zwei Tore hat Nico Gutjahr für die Spatzen geschossen und 56 Spiele gemacht. Es wird keines mehr dazu kommen.
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Zwei Tore hat Nico Gutjahr für die Spatzen geschossen und 56 Spiele gemacht. Es wird keines mehr dazu kommen.
Bild: Horst Hörger

Nach dem Abbruch der Saison ist klar: Vier Spieler werden nie mehr das Ulmer Trikot tragen

Die laufende Saison in der Regionalliga Südwest wird wie berichtet abgebrochen – klar ist damit auch, dass mindestens vier Spieler keine Partie mehr für den SSV Ulm 1846 Fußball bestreiten werden.

Wie der Verein mitteilt, werden die Verträge von Lukas Hoffmann, Nico Gutjahr und Torhüter Jerome Weisheit nicht verlängert, der seit dem September des vergangenen Jahres vom FC Heidenheim ausgeliehene Gökalp Kilic kehrt auf die Ostalb zurück. Möglicherweise wird es noch eine weitere Veränderung auf der Position des Torhüters geben. Gerüchten zufolge sind die Spatzen am Uerdinger Keeper René Vollath interessiert. Das wollte der sportliche Leiter Stephan Baierl nicht kommentieren. Aber ins Bild passt, dass neben Weisheit dem Vernehmen nach auch David Hundertmark Ulm vor dem Abschied steht.

Am geräuschlosesten dürfte sich der Abschied von Weisheit vollziehen. Der war vor zwei Jahren von der U19 des VfB Stuttgart gekommen, in Ulm wurde er nie eingesetzt. Kilic hat zwei Partien absolviert und ein Tor geschossen, Hoffmann stand in zwei Jahren in 23 Spielen auf dem Platz, Gutjahr in ebenfalls zwei Jahren in immerhin 56 Spielen. Dabei erzielte er zwei Treffer und bereitete sechs weitere vor.

Ein letzter Gruß an die Fans der Spatzen

Für den SSV Ulm 1846 Fußball ist eine Rückrunde zu Ende gegangen, die in mehrerer Hinsicht bemerkenswert war. Dass sie mit einem Abbruch endete, ist geschichtlich einmalig. Dass die Ulmer in fünf Monaten kaum spielten, ist es ebenso. Von der langen Trainingspause ganz zu schweigen.

Zu einem wesentlichen Teil endete die Spielzeit der Spatzen schon im Dezember des vergangenen Jahres. Danach standen sie nur zweimal unter Wettkampfbedingungen auf dem Fußballfeld: am 22. Februar in Pirmasens (0:0) und am 3. März daheim gegen Steinbach Haiger. Wenn man so will, war diese Partie also das Saisonfinale gegen einen attraktiven Gegner, garniert mit einem 2:1-Sieg. Dass es überhaupt nur zwei Saisonspiele in diesem Jahr gab, lag nicht nur an Corona. Ulm hatte im Frühjahr 2020 einen weiteren Feind: die Natur. Witterungsbedingt hatte es ein paar Spielverschiebungen gegeben.

Also beendeten die Spatzen auf Platz sieben ihre Saison. Das ist zwar ein Rang schlechter als vor einem Jahr, passt aber zum Auf und Ab, das die Ulmer vor allem in der Hinrunde mitgemacht haben. In einem Fazit vor der Winterpause im Dezember sagte der Sportvorsitzende Anton Gugelfuß unserer Zeitung: „Nach sieben Spieltagen war schon klar, dass es nicht nach oben reicht.“

Der SSV Ulm 1846 kam im Saisonverlauf immer besser in Fahrt, das Team steckte zwei Auftaktniederlagen gegen Offenbach und Elversberg weg und auch eine Serie von vier Liga-Niederlagen im September. In den elf darauffolgenden Partien bis zum Saisonende verloren sie nur noch zweimal. Dass sie den enteilten und verdient aufgestiegenen Saarbrückern nicht mehr gefährlich werden konnten, war aber auch klar. So sollte sich der Fokus auf den WFV-Pokal richten, in dem die Spatzen aktuell noch im Viertelfinale gegen den FV Ravensburg stehen. Offiziell soll der Pokalwettbewerb zu Ende gespielt werden. Ob das realistisch ist, bleibt aber fraglich. In Ulm blickt man deshalb lieber auf die kommende Saison, die frühestens am 1. September starten soll.

Anfang Juli möchten die Ulmer mit der Vorbereitung darauf beginnen. Dann, so hoffen sie, wird auch wieder ein Mannschaftstraining mit Körperkontakt möglich sein. Unserer Redaktion sagte Ulms sportlicher Leiter Stephan Baierl, dass es in Bayern Signale gebe, dass dort normale Trainings in naher Zukunft möglich werden könnten.

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