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Daniel Jungwirth ist neuer Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball

Fußball

Er weiß, wie man Titel holt: Daniel Jungwirth ist neuer Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball

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    Daniel Jungwirth ist neuer Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball. Vor wenigen Tagen hat er mit der U17 des VfB Stuttgart noch die deutsche Meisterschaft gewonnen.
    Daniel Jungwirth ist neuer Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball. Vor wenigen Tagen hat er mit der U17 des VfB Stuttgart noch die deutsche Meisterschaft gewonnen. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel

    Als Daniel Jungwirth am Samstagnachmittag im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim nach dem Schlusspfiff die Arme nach oben riss, hatte er seine Mission beim VfB Stuttgart erfüllt. Der 44-Jährige stand mitten im Jubel seiner Spieler, wurde umarmt und mit Wasser überschüttet. Mit der U17 des VfB hatte er gerade den Nachwuchs der TSG Hoffenheim im Finale um die deutsche Meisterschaft mit 3:2 besiegt und damit den Titel geholt. Und nicht nur den. 28 Pflichtspiele blieb Jungwirth mit seiner Mannschaft ohne Niederlage. Jetzt beginnt für ihn beim SSV Ulm 1846 Fußball ein neues Kapitel. Er unterschrieb bei den Spatzen einen Vertrag als Cheftrainer bis Sommer 2028.

    Die Personalie ist freilich keine große Überraschung mehr. Schon seit vielen Wochen geistert der Name durch die Medien. Zwei Tage nach dem letzten Drittligaspiel der Ulmer wurde die Verpflichtung nun offiziell gemacht. Mit Jungwirth ist die sportliche Führungsriege komplett. Er soll zusammen mit Sportdirektor Murat Isik und Kaderplaner Mario Estasi den Neustart in der Regionalliga Südwest mitgestalten und den Klub wieder nach oben bringen. Seitens des Vereins heißt es: „Die Weichenstellung auf der Trainerposition gibt dem SSV Ulm 1846 Fußball die Möglichkeit, bei allen Planungen zur neuen Saison den Cheftrainer mit einzubeziehen.“

    Seine Trainerkarriere begann beim Bayerischen Fußballverband

    Jungwirth gilt als Coach, der seinen Spielern Verantwortung überträgt – und damit offenbar genau den Nerv dieser Generation trifft. Dabei verlief sein eigener Weg als Fußballer wenig glamourös. Als Profi spielte der gebürtige Münchner für Erzgebirge Aue, den FC Ingolstadt, Sandhausen und Elversberg. Insgesamt 44 Zweitliga- und 62 Drittliga-Einsätze hat er absolviert, dazu kommen etliche Oberligaspiele. Seine eigentliche Karriere begann erst nach der aktiven Laufbahn im Jahr 2016. Erste Station als Trainer war der Bayerische Fußballverband. Nach einem Engagement bei Türkgücü München wechselte Jungwirth zum Deutschen Fußball-Bund (DFB), war dort mehrere Jahre Co-Trainer von Christian Wörns in verschiedenen U-Nationalteams.

    Das sagt Ulms Sportdirektor Murat Isik über den neuen Trainer

    Ulms Sportdirektor Murat Isik sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Daniel Jungwirth einen Trainer gewinnen konnten, der hervorragend zu unserem Weg passt und der sich klar bekannt hat, beim SSV Ulm 1846 Fußball gemeinsam mit allen Beteiligten etwas aufbauen zu wollen. Daniel hat in seiner Karriere sehr viel mit jungen Spielern gearbeitet und diese stets weiterentwickelt. Auch seine Art, eine Mannschaft und Menschen zu führen, sowie seine Vorstellungen von Fußball haben uns überzeugt.“ Beim VfB Stuttgart hat man all diese Qualitäten in den vergangenen beiden Jahren zu schätzen gelernt. Stephan Hildebrandt, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums, meint: „Er hat mit Sachverstand und gutem Gespür für seine Spieler in vielen Bereichen Maßstäbe gesetzt. Seine pragmatische und unkomplizierte Art hat ihn in unserem Leistungszentrum unter allen Kollegen schnell Anklang finden lassen. Die Suche nach neuen Herausforderungen entspricht seiner starken Persönlichkeit.“

    In den kommenden Tagen und Wochen geht es in Ulm jetzt in erster Linie darum, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Verträge für die vierte Liga haben bislang nur SSV-Ikone Johannes Reichert und Stürmer Lucas Röser. Am Samstag hatte auch Torwart Christian Ortag nach dem 2:3 gegen Essen von „guten Gesprächen“ berichtet.

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