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Golf & Natur: Dr. Gunther Hardt fordert ein Umdenken

Golf

Experte fordert Umdenken: „Es ist nicht mehr in, mit dem Porsche auf den Golfplatz zu fahren“

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    Viele Golfclubs engagieren sich inzwischen stark für Biodiversität und Nachhaltigkeit. Der Golfclub Ulm gilt als eine der Vorzeigeanlagen im Süden Deutschlands.
    Viele Golfclubs engagieren sich inzwischen stark für Biodiversität und Nachhaltigkeit. Der Golfclub Ulm gilt als eine der Vorzeigeanlagen im Süden Deutschlands. Foto: Stephan Schöttl

    Klimaschutz und nochmal Klimaschutz. Wie sehr ist dieses Thema inzwischen täglicher Wegbegleiter der Golfklubs?

    DR. GUNTHER HARDT: Generell ist das natürlich ein gesellschaftliches Thema und betrifft uns alle. Die Golfanlagen wissen, dass sie etwas tun müssen. Es gab schon ein Pilotprojekt des Deutschen Golfverbands, das sich mit der CO2-Neutralität befasst hat. Betrachten wir den Sport als solches, fallen wir hinten runter. Wenn ich allein daran denke, was ein Verbrenner verbraucht – und da genügen schon 15 Minuten zum Golfplatz. Von den Flugreisen der Golferinnen und Golfer reden wir besser gar nicht. Der Golfplatz selbst schneidet sehr gut ab. Wir produzieren Sauerstoff und absorbieren CO2. Die Golfanlagen wissen das und fangen an, Energiekonzepte zu erstellen. Der eine oder andere steigt zum Beispiel auf Elektromäher um. Das Thema ist angekommen, aber viele tun sich noch sehr schwer.

    Ändert sich dadurch nicht nur die Denkweise, sondern auch der Arbeitsalltag der Greenkeeper?

    GUNTHER HARDT: Natürlich, Fairways müssen zum Beispiel bei großen Hitzeperioden nicht so häufig in der Woche gemäht werden. Da verbraucht man unnötig Diesel. Wir beregnen auch zu viel. Der Golfer sagt immer noch: Grün ist gut. Es muss aber nicht immer grün sein, es darf gerne auch mal bräunlich sein. Im Sommer könnten Greenkeeper die Schnitthöhen erhöhen, der Rasen wird dadurch geschont. Aber da befinden wir uns in Deutschland in einer schwierigen Zwickmühle. Auf der einen Seite stehen Personalmangel, Kostendruck und Sparzwänge, andererseits tun wir uns schwer, Greenkeeper zu generieren und den Beruf attraktiv darzustellen.

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