Beim Final-Four-Turnier um den Handball-Bezirkspokal wurden bei den Frauen die beiden Landesligisten TSG Schnaitheim und SC Vöhringen ihrer Favoritenrolle gerecht. Beide standen sich nach ihren Halbfinalerfolgen im Endspiel gegenüber. Letztlich musste sich Vizemeister und Gastgeber Vöhringen dem Liga-Champion erneut geschlagen geben. Aber der Reihe nach.
Schnaitheim gab im Halbfinale gegen die SG Hofen/Hüttlingen II von Anfang an Gas. Bereits nach vier Spielminuten stand es 5:1, bis zur Pause wurde der Vorsprung auf 22:9 ausgebaut. Mitte der zweiten Halbzeit hatte die TSG beim 34:14 erstmals satte 20 Tore Vorsprung, danach verlief die Partie ausgeglichener. Aber mit einem deutlichen 41:20 machte Schnaitheim den Finaleinzug perfekt.
Gegen die MTG Wangen 2 hat der SC Vöhringen kaum Probleme
Im zweiten Halbfinale standen sich Vöhringen und die MTG Wangen II gegenüber. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Gastgeberinnen erstmals auf 6:2 ab. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte agierten die Vöhringerinnen immer wieder nachlässig. Beim Stand von 16:10 wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Abschnitt zeigten die SCV-Frauen eine konsequentere Abwehrleistung, die Rückraum-Offensive sorgte mit schöner Regelmäßigkeit für Zählbares (25:13/46.). Alina Holz sicherte in der Schlussphase mit zwei Siebenmetern zum Endstand von 32:19 den Finaleinzug.
So lief das Finale zwischen dem SC Vöhringen und der TSG Schnaitheim
Es war das erwartete Duell um den Pokalsieg. Die TSG Schnaitheim wollte das Double fix machen und der SC Vöhringen im dritten Anlauf die Trophäe erstmals an die Iller holen. Die Gastgeberinnen erwischte den besseren Start und führten mit 5:2. Vier der fünf Tore gingen dabei auf das Konto von Alicia Staigmüller. Drei Nachlässigkeiten innerhalb von 90 Sekunden nutzte die TSG konsequent, um auszugleichen. Mehrfach hatten die Vöhringer Frauen die Nase durch schön herausgespielte Treffer vorne, aber in der Abwehr agierten sie nicht mit der gleichen Konsequenz und Konzentration wie in den vergangenen Wochen. Das erlaubte Schnaitheim, das Spiel kurz vor dem Seitenwechsel zu drehen (15:16). War die Partie bis hierhin noch temporeich und von guten Offensivaktionen geprägt, wurde es nach dem Wiederanpfiff deutlich zäher. Fast acht Minuten war zähes Ringen um jeden Ball mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten angesagt. Zwei verwandelte Siebenmeter von Staigmüller bedeuteten nochmals das 18:18, aber eine weitere Schwächephase nutzte der Gegner, um davonzuziehen (18:22). Insbesondere Marina Gruber brachte mit drei Toren in der Schlussphase nochmals frischen Wind in die Vöhringer Offensive, aber Schnaitheim hatte auf jeden Torerfolg postwendend eine Antwort parat. Am Ende hieß es 25:29.
Nach dem Schlusspfiff durften sich die Gäste feiern lassen, selbst die erneut starke Offensivleistung von Alicia Staigmüller mit zwölf Toren reichte nicht, um dem Gegner Paroli zu bieten.
Bei den Männern holt sich der HV Rot-Weiß Laupheim 2 den Pokal
Bei den Männern wurde das Final-Turnier ebenfalls in Vöhringen ausgetragen. In den Halbfinals hatte sich der HV RW Laupheim II mit 33:32 gegen die MTG Wangen II durchgesetzt, die HSG Langenau/Elchingen gewann mit 33:19 gegen die TSG Ehingen. Im Endspiel ging Laupheim nach einem 32:25 gegen Langenau/Elchingen als Sieger vom Feld. (AZ)
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