Harry Haug ist die Trainerlegende schlechthin im Fußball-Bezirk, wegen seiner Treue zum TSV Buch nennt man ihn auch den „Rehhagel des Rothtals“. Aber am Ende dieser Saison hört er nach dann 17 Jahren tatsächlich auf beim Kultklub aus der gut 4000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Marktgemeinde. Im Interview mit unserer Redaktion spricht Haug über seine Entscheidung, Zukunftspläne sowie besondere Erlebnisse.
Der TSV Buch ohne Trainer Harry Haug, das kann sich immer noch niemand so richtig vorstellen. Wann haben Sie diese Entscheidung denn getroffen, Herr Haug?
HARRY HAUG: Die ersten Gedanken habe ich mir schon im Sommer und im Herbst des vergangenen Jahres gemacht: Habe ich noch die Energie und die Leidenschaft? Wie oft will ich mir noch so eine Winter-Vorbereitung antun? Letztlich hat dann auch der Zufall es so gewollt, dass mit Christoph Amann ein Bucher Junge als Nachfolger zur Verfügung steht. Ich will das ja schon mit einem guten Gefühl tun und natürlich will ich meinem Nachfolger eine Landesliga-Mannschaft übergeben.
Und was kommt danach? Wird man einen Trainer Harry Haug bei einem anderen Verein erleben? Ein schönerer Job als den beim TSV Buch kann man sich im Amateurbereich doch kaum vorstellen ...
HARRY HAUG: Also Cheftrainer werde ich in der nächsten Saison sicher nirgendwo sein. Vielleicht irgendwann, wenn mich der Rappel packt... Was ich mir vorstellen kann: Teil eines Trainerteams sein, ohne in der ersten Reihe zu stehen. Einem Kollegen über die Schulter schauen und dazulernen. Auch ich kann schließlich noch etwas lernen. Das müsste ein ambitionierter Verein mit einer motivierten Mannschaft sein, die Ligazugehörigkeit interessiert mich weniger. Ich halte mir alles offen, ich bin da sehr entspannt.
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