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Unterallgäu: Mülltonnen im Unterallgäu bekommen elektronischen Chip

Unterallgäu

Mülltonnen im Unterallgäu bekommen elektronischen Chip

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    So sieht der Ident-Chip an der Mülltonne aus. Die Umrüstung im Unterallgäu findet nach den Sommerferien statt.
    So sieht der Ident-Chip an der Mülltonne aus. Die Umrüstung im Unterallgäu findet nach den Sommerferien statt. Foto: Abfallwirtschaft des Landkreises

    Der Landkreis Unterallgäu führt ein Identifikationssystem für seine Mülltonnen ein. Dazu werden nach den Sommerferien Montage-Teams unterwegs sein, um an rund 96.000 Mülltonnen einen elektronischen Ident-Chip anzubringen. Damit will die Abfallwirtschaft sicherstellen, dass künftig nur Tonnen geleert werden, für die auch eine Gebühr bezahlt wird. Abgeschlossen soll die Aktion bis zum Jahresende sein. Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft, beantwortet Fragen dazu.

    Warum ist die Chip-Nachrüstung der Mülltonnen im Unterallgäu notwendig?

    Putz: Mit diesem neuen Identifikationssystem kann künftig jede Mülltonne eindeutig einem Grundstück zugeordnet werden. Damit wollen wir sicherstellen, dass nur angemeldete Gefäße geleert werden. In der Tat sind bei uns nämlich auch Tonnen im Umlauf, für die keine Gebühr bezahlt wird. Wir sorgen mit dem neuen System also für mehr Gebührengerechtigkeit. Zudem können vertauschte oder gestohlene Behälter zuverlässig erkannt werden.

    Bekommen alle Mülltonnen einen Chip?

    Putz: Nachgerüstet werden die grauen Restmüll-, die braunen Biomüll- und die Altpapiertonnen – vorausgesetzt, es handelt sich um Behälter des Landkreises. Da die Gelben Tonnen für Verpackungsmüll nicht dem Landkreis gehören, sind diese von der Chip-Aktion ausgenommen.

    Wie läuft die Chip-Nachrüstung konkret ab?

    Putz: Ab Mitte September werden Montage-Teams einer externen Firma die Tonnen mit einem runden orangefarbenen Ident-Chip ausstatten. Angebracht wird dieser Chip in einer eigens dafür vorgesehenen Ausbuchtung. Circa zwei Wochen, bevor es so weit ist, teilen wir jedem Hauseigentümer per Post das konkrete Datum dafür mit. 

    Was müssen Hauseigentümer tun, damit die Chip-Nachrüstung reibungsfrei verläuft?

    Putz: Auf den Deckel jeder Restmüll-, Biomüll- oder Altpapiertonne muss der von uns übersandte Aufkleber geklebt werden. Dann müssen die jeweiligen Tonnen am genannten Tag bis spätestens 7 Uhr an die Grundstücksgrenze gestellt werden. Die Tonnen dürfen auch befüllt sein. Bei Mehrfamilienhäusern wird die Hausverwaltung benachrichtigt.

    Welche Daten werden auf dem Chip gespeichert?

    Putz: Es wird nur eine 16-stellige Identifikationsnummer gespeichert. Mehr nicht! Diese Nummer kann vom Müllfahrzeug aus gelesen werden. Persönliche Daten zum Nutzer oder gar Daten zum Inhalt des Behälters werden nicht registriert. Der Müll wird mit dem Chip auch nicht gewogen. (AZ)

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