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Vöhringen: Vöhringer Unternehmen auf Erfolgskurs

Vöhringen

Vöhringer Unternehmen auf Erfolgskurs

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    Geschäftsführer Daniel Owegeser (links) von SMG mit Reed J. Seaton von Hellas Corporation aus Austin in den Werkshallen von SMG.
    Geschäftsführer Daniel Owegeser (links) von SMG mit Reed J. Seaton von Hellas Corporation aus Austin in den Werkshallen von SMG. Foto: Balken

    Der Wirtschaftsmotor stottert und die Bundesregierung rechnet mit einer Wachstumsdelle – so und ähnlich klingen die Prognosen für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2019. Die Vöhringer Firma SMG im nördlichen Gewerbegebiet spürt von einer schwächelnden Konjunktur derzeit allerdings nichts. Im Gegenteil: Gerade hat sie einen 3,3-Millionen-US-Dollar-Auftrag, das entspricht etwa 2,9 Millionen Euro, des Unternehmens Hellas Construction an Land gezogen. Das ist in der 44-jährigen Firmengeschichte bisher der größte Auftrag für das mittelständische Unternehmen, das auf die Pflege von Kunstrasen und die Verlegung von fugenlosen, dauer-elastischen Sportbodenbelägen spezialisiert ist. Am Wochenende war Reed J. Seaton, Präsident von Hellas Construction Inc. aus Austin/Texas angereist, um sich über die Produktion vor Ort in Vöhringen zu informieren.

    Seit mehr als 30 Jahren ist das texanische Unternehmen Kunde bei SMG, das für Sportplatzmaschinenbau GmbH steht. 1975 wurde das Unternehmen von Johann B. Owegeser gegründet. Heute wird der Betrieb von Tobias Owegeser, Markus Owegeser und Daniel Owegeser geführt. Der Firmengründer hatte damals eine Marktlücke erspäht. Es ging um den Einbau von Sportbelägen. Bereits im Gründungsjahr entstanden die Vorläufer der heutigen Plano-Matic-Serie, hergestellt für den Einbau von Sportbelägen aller Art, zum Beispiel Tartan-Bahnen in Sportstadien. „Die Bahnen werden abgefräst und ein neuer Belag dann aufgebracht. Man muss nicht mehr den gesamten Belag rausreißen“, erklärte Geschäftsführer Tobias Owegeser.

    Marktnische: Sportbeläge

    1980 kam eine Innovation hinzu – es gab eine neue Lösung, um Kunstrasen effizient zu pflegen. Gerade in Ländern mit anderen klimatischen Bedingungen wurde oft auf künstliches Grün gesetzt. Das ist umweltschonend, weil eine Bewässerung nicht notwendig ist. Dennoch muss Kunstrasen auch gepflegt werden, also etwa gereinigt, um wieder in frischem Grün zu erstrahlen.

    SMG lebt vom Export. 90 Prozent der produzierten Maschinen gehen ins Ausland. Weltweit gibt es Kunden, die dem Markenzeichen „Made in Germany“ vertrauen. Das gilt für die Pflege von Kunstrasen wie für die Erneuerung von Tartan-Bahnen. SMG ist Weltmarktführer der Branche. Reed J. Seaton, Chef von Hellas Construction, zeigte sich nach einem Firmenrundgang begeistert. „Was hier gemacht wird, ist einfach fantastisch.“ Er war fasziniert vom technischen Know-how. Seit drei Jahrzehnten sei er Kunde von SMG und sei eigenen Angaben zufolge nie enttäuscht worden. Da in den USA Kunstrasen ein großes Thema ist, produziert Hellas Construction auch künstlichen Rasen und findet immer mehr Abnehmer. Das Sparen von Wasser sei zudem für den Umweltschutz wichtig, so Seaton. Die fertigen Maschinen werden per Container und per Schiff in die USA verfrachtet.

    SMG beschäftigt 44 Mitarbeiter. Bald sind Innovationen im Bereich Wiederverwertung und Recycling von Sportbahnen und Kunstrasen bei SMG zu erwarten.

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