Noch sträubt sich Silvio Berlusconi gegen seinen Rücktritt. Solche Gerüchte seien ohne Grundlage, sagte er nach Informationen der Nachrichtenagentur ANSA, zu einem Vertrauten. Nicht von der Hand zu weisen ist aber die Tatsache, dass Berlusconi seinem Parlament vorerst den Rücken zeigte. Dieser "Rückzug" heizt die Gerüchteküche noch mehr an.
Druck auf Berlusconi wächst
Von einer Atempause schreiben die italienischen Medien. Egal ob Pause oder nicht, die Mehrheit in der Kammer hat der Ministerpräsident in den letzten Tagen jedenfalls verloren. Anstalten, dass er bald zurücktreten werde, machte Berlusconi bislang keine. Tatsache ist aber, dass der Druck auf den Ministerpräsidenten von Tag zu Tag größer zu werden scheint. Die Finanzmärkte setzten Italien und somit auch Berlusconi unter Druck. Einigen Anlegern muss Italien Zinsen von 6,59 Prozent bezahlen. Aus diesem Grund bleiben auch die Zweifel an der Handlungsfähigkeit Berlusconis bestehen. Trotzdem bleibt Berlusconi seiner Linie treu und dementiert fleißig alle Gerüchte. afp/AZ