Aletshausen Bis zum 1. Juli 2012 soll, wenn es nach den Plänen des Investors Renerco geht, südlich der Firma Gutmann auf drei zusammenhängenden landwirtschaftlichen Grünflächen eine rund 1,5 Hektar große Photovoltaik-Freiflächen-Anlage (PFA) ihren Betrieb aufnehmen. Mit 11:1 stimmten die Gemeinderäte der Aufstellung eines Vorhaben bezogenen Flächennutzungsplanes zu. Als zusätzliche Bedingung für die Realisierung dieser Anlage wurde eine Bürger-Beteiligung in den Beschluss aufgenommen.
Um die Pläne der Firma „renerco“ näher zu erläutern, hatte Bürgermeister Georg Duscher den Krumbacher Hans Peter Fuchs eingeladen, der den Investor in der Region vertritt. Dieser stellte kurz das Unternehmen vor, das eine echte BayWa-Tochter ist. Renerco hat vor, südlich des gemeindlichen Gewerbegebietes von drei Landwirten ein gut 1,5 Hektar großes Wiesengelände zu pachten oder zu erwerben. Darauf soll, so Fuchs, eine Photovoltaik-Anlage mit rund 840 KWp Leistung errichtet werden. Dies erfordere eine Kollektorfläche von 110 auf 140 Metern. Die Modulreihen sind nach Süden ausgerichtet, haben einen Abstand von etwa vier Metern und sind an der Nordseite maximal 2,5 Meter hoch. Die Anlage wird umzäunt und als Sichtschutz begrünt.
Derzeit gibt es bis zum 1. Juli 2012 eine Einspeisungs-Vergütung von 17,92 Cent pro Kilowatt Strom. Diese wird, nach derzeitigem Stand, dann um 15 Prozent gekürzt. Deshalb ist Eile geboten, damit die Anlage noch vor dem 1. Juli in Betrieb gehen kann, später ist sie nicht mehr rentabel und damit gestorben, erläuterte Fuchs weiter. Die geschätzten Kosten ohne Bauplanung bezifferte er mit 1,3 bis 1,4 Millionen Euro.
Auf die Frage nach der Ausgleichfläche, die zwanzig Prozent der Freiflächen-Anlage entsprechen muss, erwiderte Fuchs, dass diese noch gesucht werden müsse. Theoretisch habe man auch noch etwas Gelände im „Solarpark Niederraunau“, der bekanntlich auch von Renerco geplant ist, als Ausgleichsfläche zur Verfügung.
Duscher: „Wir wollen eine Bürgeranlage“
Weiter wurde gefragt: Nachdem ab 2012 Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 30KWp Leistung bei Stromüberlieferung per Fernabschaltung vom Netz genommen werden, rentiert sich diese dann noch? Fuchs: „Dieser Ausfallstrom wird ebenfalls vergütet.“ Einig war man sich auch, dass eigentlich kein Investor für eine PFA in der Gemeinde erwünscht ist, der das Geld abziehe. Dazu stellte Bürgermeister Duscher fest, ohne Bürgerbeteiligung habe dass das Projekt keine Chance zur Verwirklichung. „Wir wollen eine Bürger-Anlage.“ Es sei, so Fuchs, ohnehin geplant, die PFA an eine Genossenschaft zu veräußern, dort können Bürger dann Anteile zeichnen.