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Die Wildunfälle häufen sich: Die Vollbremsung ist die bessere Alternative

Die Wildunfälle häufen sich

Die Vollbremsung ist die bessere Alternative

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    Ein prächtiger Rehbock im Westen von Krumbach – aufgenommen von unserem Leser Thomas Flachsländer.
    Ein prächtiger Rehbock im Westen von Krumbach – aufgenommen von unserem Leser Thomas Flachsländer. Foto: Flachsländer

    Krumbach Reh ins Auto gelaufen, Dachs gerammt: Wildunfälle häufen sich wieder in diesen Tagen. Allein am vergangenen Dienstag gab es im südlichen Landkreis fünf Wildunfälle (wir berichteten). Personen wurden bei den jüngsten Unfällen nicht verletzt, aber der Sachschaden war zum Teil erheblich und für so manches Tier bedeutet ein Wildunfall ein grausames Ende. Was tun, um einen Wildunfall zu vermeiden? Die Polizei rät zu erhöhter Aufmerksamkeit und „angepasster“ Geschwindigkeit insbesondere in Waldgebieten. Zudem sollte auch bedacht werden, dass beispielsweise Rehe oft in Gruppen unterwegs sind, erklärt Claus Schedel, stellvertretender Leiter der Krumbacher Polizeiinspektion. Wenn am Straßenrand ein Reh entdeckt werde, dann sollte sofort abgeblendet werden.

    Nicht selten spitzt sich die Situation aber derart zu, dass sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden lässt. Schedel sagt klar: Dann nicht versuchen, auszuweichen. Bei Ausweichversuchen passiere es nicht selten, dass der Wagen im Graben lande, sich überschlage und auch der Fahrer mitunter erheblich verletzt werde. Was dann noch hinzukomme: Das Reh, der Fuchs oder Dachs ist dann meist über alle Berge. Entsprechend schwer könne es somit sein, den Unfall bei der Versicherung als Wildunfall zu deklarieren. „Dieser Nachweis ist dann oft schwierig“, sagt Schedel. Noch schlimmer könne es kommen, wenn man beim Ausweichen nach links auf den Gegenfahrbahn gerate – und Gegenverkehr komme. Schedel rät daher: Wenn sich der Zusammenstoß nicht mehr vermeiden lasse, sei es besser, das Lenkrad ganz festzuhalten und stark abzubremsen.

    Wenn es zu einem Wildunfall gekommen sei, müsse in jedem Fall die Polizei verständigt werden, betont er. Dies würden die gesetzlichen Bestimmungen vorschreiben. Der zuständige Jagdpächter werde dann umgehend von der Polizei in Kenntnis gesetzt. Unfälle dieser Art ereignen sich oft in dunklen Waldgebieten. Umso wichtiger sei es, die Unfallstelle vorschriftsmäßig mit dem Warndreieck abzusichern und die Warnblinkanlage einzuschalten. Folgeunfälle nach Wildunfällen seien glücklicherweise aber die Ausnahme. Welch schlimme Dimension ein Wildunfall jedoch annehmen kann, zeigte sich im vergangenen Jahr bei Balzhausen. Schedel berichtet, dass damals ein Rehbock durch einen Pkw hochgeschleudert worden sei. Der Rehbock traft den Kopf und den Oberkörper eines Motorradfahrers. Dieser stürzte und verstarb noch an der Unfallstelle.

    Wie kann verletzten Tieren geholfen werden? Schedel erläutert, dass hier Vorsicht geboten sei. Insbesondere dann, wenn ein Dachs oder Fuchs angefahren worden sei. Diese Tiere könnten dann eventuell aggressiv reagieren. Laut Schedel gibt es im Bereich der Krumbacher Polizeiinspektion rund 300 Wildunfälle jährlich. Täglich sei mit ein bis zwei Wildunfällen zu rechnen. Am vergangenen Dienstag kam es gar zu fünf Unfällen dieser Art. Solche Tage seien glücklicherweise aber die Ausnahme, betont Schedel.

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