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Fußwallfahrt: 300 Pilger sind unterwegs

Fußwallfahrt

300 Pilger sind unterwegs

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    Angeführt von den Fahnen- und Kreuzträgern (auf dem Foto Karl Mutzel mit der mit Rosen verzierten Darstellung Christi am Kreuz) begannen die Ettalpilger von Ziemetshausen aus ihre siebentägige Fußwallfahrt nach Ettal.
    Angeführt von den Fahnen- und Kreuzträgern (auf dem Foto Karl Mutzel mit der mit Rosen verzierten Darstellung Christi am Kreuz) begannen die Ettalpilger von Ziemetshausen aus ihre siebentägige Fußwallfahrt nach Ettal. Foto: Peter Voh

    Ziemetshausen Wie jedes Jahr vor dem Fest Christi Himmelfahrt machten sich am Freitag die Ettalpilger von Ziemetshausen und Umgebung wieder auf den beschwerlichen Weg zur Gnadenmutter nach Ettal. Die einwöchige Fußwallfahrt gilt als eine der ältesten und größten ihrer Art in Bayern. Ihr Ursprung liegt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, als die Menschen hier im Jahr 1634 das Gelübde ablegten, einmal jährlich nach Ettal zu pilgern, sollte der Ort von der Pest verschont bleiben. Sie schienen erhört worden zu sein.

    So trafen sich diesmal 300 Pilger um sechs Uhr morgens in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild, wo Benefiziat Jürgen Amerschläger den Aussendungsgottesdienst hielt, die Pilgerkerze entzündete und die Gläubigen mit dem Leitwort für 2012 „Gemeinsam glauben, gemeinsam pilgern“ sowie dem Reisesegen auf den Weg schickte.

    Teilnehmer aus ganz Schwaben

    Die bunt gemischte Pilgerschar aus ganz Schwaben und darüber hinaus, darunter sehr viele junge Menschen, wurde dann in der Mariengrotte vom Wallfahrtsgeistlichen mit Abschiedsgebet und Weihwasser in die diesjährige Wallfahrt entlassen. Am Rande aufgefallen: Unter den vielen jungen Pilgern befanden sich fünf Geschwister der Musikerfamilie Maier aus Muttershofen. Über den Schlossberg zur Lichtung nahe der fürstlichen Gruft wurden die Teilnehmer von den Vorbetern in die Verhaltensregeln während der Wallfahrt eingewiesen. Dann zogen die Wallfahrer betend durch den Wald ihrem Ziel in Ettal entgegen. Von Langenneufnach aus in Bussen bis Türkheim gebracht, strebte man dann zu Fuß das erste Tagesziel in Kaufbeuren an. Die zweite Etappe führt durch herrliche Landschaften zur Wieskirche bei Steingaden, am dritten Tag, dem gestrigen Sonntag, wurde dann Kloster Ettal erreicht, wo man mit einem festlichen Gottesdienst in Empfang genommen wurde.

    Ein Teil der Pilgergruppe beendet dort nach dem Dankgottesdienst in der Klosterkirche die Fußwallfahrt und kehrt wieder nach Hause zurück. Für die verbliebenen und neu hinzugekommenen Pilger erfolgt der Rückweg über Eschenlohe zum Tagesziel Huglfing. Am fünften Tag führt der Weg am Ammersee vorbei, hinauf nach Eresing am Kloster Andechs. Am Ostufer des Ammersees entlang geht es am vorletzten Tag bis Grafrath, von wo aus wieder Busse die Teilnehmer nach Klosterlechfeld bringen. Nach der letzten Übernachtung in Schwabmünchen nehmen die Ettalpilger am Himmelfahrtstag die letzte Etappe in Angriff und werden gegen 15 Uhr in der Mariengrotte der Wallfahrt Maria Vesperbild zurück erwartet. Eine große Schar von Gläubigen wird sie dann wieder herzlich begrüßen.

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