Aichen Die Bilanz für das Haushaltsjahr 2011 der Gemeinde Aichen fiel unerwartet positiv aus. Bürgermeister Alois Kling berichtete von Mehreinnahmen bei Gewerbe- und Einkommensteuer, die sich auf über 53000 Euro summierten. Deshalb war es auch möglich, die meisten geplanten Investitionen zu realisieren.
Kling erwähnte zu Beginn seines Rückblicks elf Sitzungen des Gemeinderates, bei denen 133 Tagesordnungspunkte beraten wurden. Bei den Steuereinnahmen 2011 sei erfreulich, dass die Gewerbesteuer gegenüber dem Haushaltsansatz von 90000 Euro ein tatsächliches Aufkommen von 117000 Euro ergeben habe. Rund 26000 Euro mehr seien bei der Einkommensteuer zu verzeichnen, die bei 370000 Euro angesetzt war. Alle anderen Steuereinnahmen bewegten sich innerhalb der Haushalts-Ansätze. Natürlich kam nicht nur Geld herein, so Kling weiter, sondern es wurde auch kräftig investiert: Für das neue Gemeindezentrum waren noch rund 28000 Euro fällig. Der Bau ist nun bis auf die Außenanlage abgeschlossen. Der Schützenverein, der das Haus mitbenutzt, hat nochmals einen Zuschuss an die Gemeinde überwiesen. Diesmal waren es 11500 Euro.
Als weitere Investitionen nannte Kling die gut 16200 Euro für die neue Kirchentreppe in Obergessertshausen. Dabei stellte er die enorme Eigenleistung von Gemeinde und Bürgern heraus. Gut 5000 Euro gab man als Zuschuss für neue Fenster und die Fassade des Pfarrhofes in Aichen. Die Neuanlage des Kinderspielplatzes in Memmenhausen per Eigenleistung der Feuerwehr sowie den Kauf von Spielgeräten unterstützte die Gemeinde mit knapp 6000 Euro. Der Straßenausbau „Im Grund“ (Obergessertshausen) kostete knapp 32000 Euro, die St.-Ulrich-Straße in Aichen gut 10000 Euro. Der Lückenschluss des Zusam-Radweges zwischen Memmenhausen und Bauhofen belief sich auf knapp 65000 Euro, wobei man 45 Prozent Staatszuschuss erhielt. Letztendlich mussten für die Abwasseranlage für knapp 21000 Euro neue Pumpen angeschafft werden.
Durch die ordentliche Darlehenstilgung in Höhe von 40000 Euro belaufen sich Ende 2011 die Schulden der Gemeinde nur noch auf knapp 59500 Euro, so Kling.
Als dringende Investitionen erwähnte Kling für 2012 die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für den gemeindlichen Bauhof. In Obergessertshausen wäre der Erwerb von Baugrundstücken nötig. Vielleicht schaffe man auch noch den Lückenschluss des Radweges Nachstetten-Roppeltshausen, den größtenteils das Straßenbauamt bewältigen und finanzieren muss. (kk)