Weihnachten, das ist immer wieder etwas ganz Besonderes, etwas Feierliches und Freudiges. So wie vor 30 Jahren, die Wiedervereinigung Deutschlands die Menschen euphorisiert hat, so feiern wir an Weihnachten die Wiedervereinigung mit Gott, interpretiert Dekan Klaus Bucher die Weihnachtsbotschaft in seiner Predigt. Christus, so Bucher, ergreift einseitig die Initiative und will die „Einheit mit unserem Leib“. Daher appelliert Bucher: „Achten und ehren wir unseren Leib ohne ihn zu vergötzen! Begegnen wir ihm in unseren Mitmenschen mit Würde und Respekt.“ Christus will darüber hinaus auch die Einheit mit unserer Seele. Wie ein Instrument nur erklingt, wenn es jemand spielt, bringt Christus unsere Seele zum klingen. „Er freut sich mit uns, wenn wir lachen. Er leidet mit uns, wenn wir weinen.“ Die Einheit mit Christus soll jedoch kein flüchtiger Augenblick der Euphorie sein, sondern eine dauerhafte Symbiose. Dadurch werden wir Christen gewissermaßen zu einem lebendigen Evangelium. „Dabei geht es nicht um Perfektionismus, sondern um ein wenig lautere Liebe, jeden Tag und jeden Augenblick.“
Krumbach