Es war am 31. Mai des Jahres 1578: Römische Weinbergarbeiter stießen mit ihren Spaten und Hacken auf einen Hohlraum im Erdreich und fanden die erste von mehreren unterirdischen Begräbnisstätten, die zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert nach Christus angelegt worden waren. Die Schätzungen der Historiker, wie viele Menschen insgesamt in diesen Katakomben beigesetzt wurden, gehen weit auseinander. Am plausibelsten erscheint die Zahl einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahre 1950, die von 500000 bis 750000 Bestatteten ausgeht. Die Körper oder lediglich Gebeineteile von vier „Katakombenheiligen“ sind in der Pfarrkirche Ursberg zu sehen. St. Michael in Krumbach besitzt den hl. Valentin und auch in der Roggenburger Klosterkirche gibt es vier Reliquien solcher Toten.
Krumbach/Ursberg