Der Unmut unter engagierten Laien gegen die Pläne von Bischof Konrad Zdarsa ist groß (wir berichteten). Aus Protest gegen die Pläne wurden am Sonntagvormittag auch in der Region Krumbach zahlreiche Kirchen umarmt. Allein in Krumbach kamen nach Auskunft der Pfarrgemeindratsvorsitzenden Christine Littmann rund 300 Personen zur Umarmung der Kirche St. Michael.
Die Aktion der Pfarrgemeinde St. Michael sei aber nicht in erster Linie als ein Protest gegen die Pläne des Bischofs Konrad Zdarsa zu verstehen. Vielmehr wolle man ein Zeichen für die Kirche setzen. In Niederraunau waren es nach Mitteilung des Pfarrgemeindratsvorsitzenden Dr. Christoph Henzler rund 200 Personen. In Ebershausen wurden circa 150 Teilnehmer gezählt.
Aktionen gab es auch in Ellzee (etwa 100 Teilnehmer) und Wiesenbach (etwa 80 Teilnehmer).
An der Aktion "Kirche umarmen" beteiligten sich in der Region aber nicht alle Gemeinden, über den Sinn von "Kirche umarmen" wurde auch in Laienkreisen kontrovers debattiert.
Dekan Klaus Bucher (Breitenthal) erklärte, dass er es prinzipiell "schön" finde, dass die Menschen die Kirche umarmen. Er würde sich aber wünschen, dass zur Kirche auch im Alltag eine beständige Treue bestehe und die Gottesdienste besser besucht würden. Der Beruf des Priester solle mehr gefördert werden.
Die Pläne des Bischofs sehen unter anderem die Zusammenlegung von Pfarreien, die Einschränkung von Wortgottesdiensten und die Abschaffung der Pfarrgemeinderäte (Ersatz durch Pastoralräte mit dem Pfarrer an der Spitze) vor. Dies sorgt für anhaltende, kontroverse Diskussionen.