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Prozess: Thannhauser Mord: Mutter mit einem Beil erschlagen

Prozess: Thannhauser Mord

Mutter mit einem Beil erschlagen

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    Von seinen Kindern schwer belastet wurde am Dienstag ein Familienvater (47), der sich für einen brutalen Mord vor dem Landgericht Memmingen verantworten muss. Der Mann soll seine von ihm getrennt lebende Frau im September 2008 in ihrem Haus in Thannhausen (Kreis Günzburg) mit einem Beil erschlagen haben.

    Der Angeklagte schwieg während des ersten Verhandlungstags. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Wut über die gescheiterte Beziehung und das vom Opfer knapp drei Wochen zuvor erwirkte Kontaktverbot. Sie geht von Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen aus.

    Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er die Frau im Schlaf überrascht und getötet hat. Der Angeklagte dagegen wollte nach einer ersten Vernehmung ein klärendes Gespräch zur Versöhnung gesucht haben. Dann sei er beleidigt und provoziert worden. Das Beil habe er angeblich zum Selbstschutz mit ins Haus genommen: Er hatte Angst vor dem damals 18-jährigen Sohn.


    Riesige Angst

    Drei der insgesamt fünf Kinder sagten am Dienstag vor Gericht aus. Deutlich wurde: Die Beziehung der Eltern war zerrüttet. Und die Mutter hatte riesige Angst vor ihrem Ehemann, der offenbar vor Gewalt nicht zurückschreckte. Der Angeklagte, der die irakische und syrische Staatsbürgerschaft besitzt, soll seine Frau mehrfach bedroht haben, weil sie nicht mit ihm nach Syrien gehen wollte. Aus diesem Grund habe sie vor der Tat noch das Haustürschloss auswechseln lassen. "Er hat mehrmals gesagt, dass er sie umbringen will", sagte die Tochter (22). "Er hat sie beschimpft und geschlagen."

    Angeblich habe er auch damit gedroht, "die Leiche der Mutter in Stücke zerschnitten" in seine alte Heimat zu schicken.

    Dorthin musste die älteste Tochter, um für ihren Vater die Einreise zu ermöglichen. Die junge Frau flüchtete jedoch in die deutsche Botschaft und schaffte es schließlich, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Maximilian Czysz

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