Billenhausen Eine „schöne Bescherung“ haben Wildschweine auf dem Billenhauser Waldsportplatz angerichtet. In der Heiligen Nacht wurde der idyllisch im Wald gelegene Platz von einer Rotte Wildschweine heimgesucht und regelrecht umgepflügt. Mehr als die Hälfte des Platzes ist verwüstet. „An so eine Situation kann ich mich seit über 60 Jahren nicht erinnern“ äußert Helmut Konrad aus Billenhausen entsetzt. Er ist Ehrenmitglied des Vereins, war auch schon Vorsitzender und sieht sich als „Urgestein“ des Sportvereins. Seit Jahren kümmert er sich unter anderem um den Zustand des Sportplatzes. Jetzt seien viele Hände notwendig, um den Platz wieder in Ordnung zu bringen, meint er. Ob dies bis zum Rückrundenbeginn im März gelingen wird, da ist sich Konrad nicht so sicher.
Auch Herbert Klein, Jagdpächter des betroffenen Waldgebiets, wurde von dem Auftreten der Wildschweine überrascht. In dieser Nacht scheint eine Rotte durchgezogen zu sein, die vermutlich auf der Suche nach tierischem Eiweiß in Form von Engerlingen oder auch Mäusen war, meint Klein. Am Samstag soll der Platz von Hand wieder hergerichtet werden, so Klein.
Auch auf dem Übungsplatz des Krumbacher Schäferhundevereins am Waldrand von Billenhausen waren die Wildschweine des Öfteren schon und vor Kurzem wieder aktiv, wie die Vorsitzende Anita Strahl erzählt. „Wir werden nun unsere Gelände einzäunen, damit Ruhe ist“, sagt sie. Eher im nördlichen als im südlichen Landkreis seien größere Probleme mit Wildschweinen bekannt, erklärt Claudia Mayer von der Unteren Jagdbehörde am Günzburger Landratsamt auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch Wildschweine könnten in einer Nacht bis zu 50 Kilometer zurücklegen, erklärt Mayer. Bei den Drückjagden in der Zeit vom Oktober bis Dezember sei man mit dem Abschuss von mehr als 70 Wildschweinen im Landkreis recht erfolgreich gewesen, meint Mayer.