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Schwäbischer Barockwinkel: So mancher Kirchturm ist schief

Schwäbischer Barockwinkel

So mancher Kirchturm ist schief

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    Im Kammel-, Mindel- und Zusamtal sind viele Kirchtürme nach Osten geneigt wie hier in Reichertsried,
    Im Kammel-, Mindel- und Zusamtal sind viele Kirchtürme nach Osten geneigt wie hier in Reichertsried,

    Der Zwiebelturm gilt als markantes Kennzeichen der Kirchen im Schwäbischen Barockwinkel. Bei den Kapellen sind es oft die kleinen, zumeist die Westfassade krönenden Dachreiter, die als Glockenstuhl dienen. Ihre Besonderheit? Obwohl fest verankert im Mauerwerk, besitzen sie eine mehr oder weniger große Neigung nach Osten, also in Richtung Langhausdach. Schlicht gesagt: Sie stehen schief. Einige Beispiele gefällig? Die Leonhardskapelle in Balzhausen, die Peter und Pauls-Kirche in Obergessertshausen, Unseres Herren Ruh in Reichertsried, Maria Opferung in Nettershausen, das Kleinod St. Maria in Hirschfelden und auch der Dachreiter der Wallfahrtskapelle Maria Trost in Haupeltshofen besitzt bei näherem Hinsehen eine Schräglage. „Nichts Besonderes“ sagt dazu Dipl.-Ing. Thomas Vees vom Augsburger Diözesanbauamt und zuständig für die kirchlichen Bauten in unserem Bereich. „Die Dachreiter stehen meistens etwas schief“ sagt er lapidar, ist sich aber sicher, dass die kleinen Türmchen trotzdem sturm- und wetterfest sind und nirgends eine Einsturzgefahr besteht.

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