Thannhausen Der Kreisverkehr gilt als wirksames Mittel, den Verkehr sicherer und flüssiger zu machen. Sehr angespannt ist in den Stoßzeiten die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich von Bürgermeister-Raab-Straße und Rudolf-Diesel-Straße. Allerdings sind dort die Platzverhältnisse sehr beengt. Grunderwerb für eine große Lösung, einen Kreis mit 28 Metern Durchmesser, sei nicht möglich, informierte Bürgermeister Georg Schwarz. Für die kleine Lösung mit 20 Metern Durchmesser müssten die Weichen jetzt gestellt werden.
Über Sinn und Zweck des Kreisverkehrs gingen die Meinungen der Räte auseinander. Peter Leitenmaier, Herbert Fischer und Gerd Olbrich sprachen sich entschieden für den Kreisverkehr aus. Nun so könnten die zeitweise chaotischen Verhältnisse verbessert werden.
Josef Merk hielt dagegen. Von der kleinen Lösung sei nichts zu erwarten. Kreisverkehre dieser Größenordnung würden von vielen Verkehrsteilnehmern einfach ignoriert. Wenn die Mitte aus einer lediglich gepflasterten Fläche ohne Bord bestehe, werde geradeaus gefahren, als sei da kein Kreis. Peter Schoblocher meinte, die Stadt brauche das Geld andernorts. Wenn man im Süden der Kreuzung die Sichtverhältnisse verbessere, wäre viel gewonnen. Dr. Markus Wilhelm wollte gleichfalls kein Geld für diesen Kreisverkehr ausgeben. Die Stadt könne nicht alle Wünsche erfüllen.
Erwin Däubler sprach sich dafür aus, die Mitte des Kreisverkehrs zu erhöhen, dann könnte er nicht einfach überfahren werden und würde seinen Zweck erfüllen. Peter Leitenmaier schob gleich zwei Argumente für den Kreisverkehr nach: Erstens gebe es noch die Option, den Kreisverkehr ein wenig nach Süden und Osten zu verschieben. Dann könnte er etwas größer ausfallen. Zweitens kenne er einen extrem stark befahrenen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von auch nur etwa 20 Metern, der sehr gut funktioniere. Wenn an der Bürgermeister-Raab-Straße ein neues Einkaufsgebiet entstehe, werde der Kreisverkehr noch wichtiger, argumentierte Gottfried Braun. Albert Kytka führte Unfälle und Beinahe-Unfälle, die sich häuften, als Begründung dafür an, dass am Kreisverkehr kein Weg vorbei führe.
An ein doppeltes Umdenken erinnerte der Bürgermeister. Die Bauämter seien vormals prinzipiell gegen den Kreisverkehr eingestellt gewesen. Mittlerweile denke man da ganz anders. Auch hinsichtlich des Kreisverkehrs beim Sonnenhof habe der Stadtrat zunächst die Ansicht vertreten, der sei überflüssig. Mittlerweile könne man sich den Verkehr am Ortseingang ohne diesen Kreisverkehr gar nicht mehr vorstellen.
Bei drei Gegenstimmen beauftragte der Stadtrat den Bürgermeister, die Option auf den Grunderwerb für den Kreisverkehr zu sichern. (hli)