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Waltenhausen

02.09.2019

Waltenhauser Bürgermeister will weniger Asylbewerber im Dorf

Waltenhausens Bürgermeister Karl Weiß hat sich in einem Schreiben an das Landratsamt dafür ausgesprochen, die Zahl der Asylbewerber in Waltenhausen zu reduzieren
Bild: Peter Bauer

Waltenhauser Anwohner beschweren sich über das Verhalten Asylsuchender, der Rathauschef wendet sich an Landratsamt. Helferkreis aufgelöst.

Neben der Beschlussfassung zu einer Heizung im Feuerwehrhaus in Waltenhausen standen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates noch weitere Themen auf der Tagesordnung. Ärger gebe es, so war in der Gemeinderatssitzung zu erfahren, in letzter Zeit mit einem Teil der 29 Asylbewerber, die im ehemaligen Forsthaus untergebracht sind. Bürgermeister Weiß hat mittlerweile das Landratsamt angeschrieben, und um eine „deutliche“ Reduzierung ihrer Zahl in Waltenhausen gebeten.

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14 Anlieger der Lindenstraße beschwerten sich bei Bürgermeister Weiß über anhaltende Streitereien, die in Schlägereien mit Eisenstangen und Stichwaffen ausgeartet seien. Die Anlieger berichteten über nächtliche Ruhestörungen und erklärten, dass sie nach Ermahnungen mit Beleidigungen und Androhungen wie „Abfackeln“ konfrontiert worden seien. Weiß verlas ein diesbezügliches Schreiben an das Landratsamt, in dem er erwähnt, dass die Asylbewerber zunehmend aggressiver gegenüber der Bevölkerung auftreten und sich deshalb der ehrenamtliche Helferkreis aufgelöst habe. Nachdem bei einer Einwohnerzahl im Hauptort von 520 die Asylbewerber über fünf Prozent der Gesamteinwohnerzahl darstellen, bat Weiß, die Anzahl der Asylbewerber „deutlich“ zu reduzieren und auf einen rücksichtsvollen Umgang mit den Nachbarn und den Einwohnern hinzuwirken.

Mittlerweile ist das Landratsamt aktiv geworden. Wie genau es in Waltenhausen weitergeht, lesen Sie hier: Landratsamt wird im Waltenhauser Asylstreit aktiv

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Schul- und Sportzentrum Krumbach

Schon jetzt bewegt die Sanierung, bzw. der Neubau von Sport- und Schwimmhalle sowie Mensa beim Schulzentrum Krumbach auch die Gemüter des Gemeinderates. Grundsätzlich empfahl Weiß den Ratsmitgliedern, den von der Stadt angebotenen Termin 23. September wahrzunehmen, um sich vor Ort ein Bild zu diesem umfangreichen Thema machen zu können. Vorläufig sei Waltenhausen die erste Gemeinde in der VG, die über den Kostenvergleich Sanierung/Neubau und weitere Einzelheiten in der Ratssitzung informiere, sagte Weiß. Zum gegenwärtigen Stand ist bei dem von der Stadt favorisierten Neubau davon auszugehen, dass sich die VG-Gemeinden insgesamt mit rund zwei Millionen Euro an dem Projekt beteiligen müssten. Grundsätzlich seien dabei die tatsächlichen Kosten und nicht der niedrigere „Kosten-Richtwert“, den Landkreis und Regierung für die Bezuschussung ansetzen, heranzuziehen. Für Waltenhausen ist demnach mit rund 200.000 Euro zu rechnen, wobei der Betrag nicht „gedeckelt“ ist und sich auch erhöhen könne.

Feldwegreparaturen

Der Großteil der immer wiederkehrenden Feldwegreparaturen sei bereits im Juni erfolgt, jetzt sind noch auf einer Länge von 150 Meter Schlaglöcher auszubessern und ein Weg aufzukiesen, was zum Teil in Eigenregie erfolgt, kündigte Bürgermeister Karl Weiß an. Ferner stand über die Notwendigkeit zur Ausbesserung des Unterbaus mit Teerung eines 50 Meter langen Straßenstücks im Ortsbereich in der Nähe des „Käppele“ in Hairenbuch Einigkeit, doch mit der Kostenaufteilung, je ein Drittel Gemeinde, Jagdgenossenschaft und Anlieger, konnte sich ein Teil der Räte nicht anfreunden, zumal noch kein konkreter Betrag vorlag. Ratsmitglied und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Weiler, Gebhard Daiser, monierte, die Jagdgenossenschaft habe von der Maßnahme „Null Nutzen“, es sei ein innerörtlicher Weg und das Ganze könnte zu einem Präzedenzfall werden, befürchten weitere Räte. Weiß will zunächst ein Kostenangebot einholen und mit dem Anlieger über eine höhere Beteiligung verhandeln, erst dann wird ein entsprechender Beschluss gefasst, einigte man sich.

Erneuerung

Im Zuge der Glasfaseranschlüsse ergab sich, dass ein Gartenzaun in der Theodor-Jörg-Straße teilweise auf Gemeindegrund steht. Er wird entfernt und die Gemeinde übernimmt die Kosten in Höhe von 240 Euro für die Verlegung von Rabatten entlang des Grenzverlaufes, beschloss das Gremium mit 6:2 Stimmen.

Energiesparprämie: Ursprünglich waren vom Stromversorger LEW für Investitionen in neue Energiekonzepte, wie in Waltenhausen die Umstellung der Straßenbeleuchtung, eine Energiesparprämie in Höhe von 3000 Euro vorgesehen. Aufgrund der Vielzahl von Anträgen erhält die Gemeinde nur noch 1000 Euro, berichtete Weiß.

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.09.2019

Wo ist das Problem ?
Waltenhausen will weniger Asylbewerber und Flüchtlingshelfer Reisch will mehr !!
Hat er sich noch nicht gemeldet, ob noch einige aufgenommen werden können !!

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