Mit einem leisen Surren schluckt der Automat den Geldschein, einen Augenblick später plumpst ein eingeschweißtes Päckchen Grillwürste in den Auffangkorb. Gut gekühlt auf 2 Grad Celsius warten in dem „Regiomat“ am Biohof Donderer in Aichen Bratenstücke, Grillfleisch, Würste oder Konserven auf Kunden. Donderer ist stolz darauf, reine Rinderwürste und Jungrinderfleisch von Kälbern, die noch an der Kuh trinken dürfen, jetzt rund um die Uhr anbieten zu können. Zudem gibt es auch Eier und Nudeln vom Biobauer Knöpfle aus Obergessertshausen und Produkte aus der Andechser Bio-Molkerei. Donderer ist nicht der erste Landwirt, der sein Angebot mithilfe eines Automaten vermarkten will. Zunehmend versuchen Landwirte in der Region, sich anhand dieser Form der Selbstvermarktung ein zweites Standbein aufzubauen. Das Angebot kommt an. Donderer hat auch eine Erklärung dafür. „Die Leute sehen, wie bei uns die Tiere gehalten werden.“ Donderers Rinder sind das ganze Jahr über auf der Weide. Früher haben manche dann geklingelt, um etwas zu kaufen. Die moderne Technik macht es heute etwas leichter. Neben dem Service für die Kunden, bietet sie auch Chancen für die Bauern. Donderers Haupteinnahmequelle ist die Milch, die er seit mehr als 30 Jahren an die Andechser Molkerei Scheitz liefert.
Aichen