Neun Stimmen haben gefehlt – so knapp war die Entscheidung im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Krumbach. CSU-Kandidat Florian Kaida verpasste die absolute Mehrheit hauchdünn, nun fällt die Entscheidung in der Stichwahl am Sonntag. Ein Rückzug des im ersten Wahlgang unterlegenen Kandidaten ist rechtlich nicht möglich: Kaida (49,9 Prozent der Wähler) und Maximilian Behrends (JW/OL, 34,7 Prozent) sprechen nun im MN-Doppelinterview darüber, wie sie Krumbach führen wollen, welche Projekte jetzt für sie Priorität haben – und wie sie im neuen Stadtrat Mehrheiten organisieren möchten.
Wie haben Sie das Ergebnis des ersten Wahlgangs verdaut – und wie sieht Ihr Stichwahlkampf aus?
MAXIMILIAN BEHRENDS: Mir geht es gut. Das Ergebnis hat für Klarheit gesorgt, und ich bin sehr dankbar, dass über 2100 Menschen mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Das bestärkt mich, jetzt noch einmal in die nächste Runde zu gehen. Der Stichwahlkampf läuft im Grunde ähnlich wie zuvor: Ich bin weiterhin im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern, habe viele Termine und versuche, meine Themen noch einmal deutlich zu machen. Parallel arbeite ich weiterhin in Vollzeit als Lehrer.
FLORIAN KAIDA: Verdauen musste ich nichts. Ich habe mich sehr über das starke Resultat im ersten Wahlgang gefreut. Natürlich ist es jetzt eine besondere Situation. Deshalb nutze ich die Zeit, um noch einmal intensiv mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, etwa bei Veranstaltungen in den Stadtteilen. Mir ist auch wichtig zu betonen: Bitte gehen Sie zur Wahl. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Legitimation der Kommunalpolitik – unabhängig davon, wen man wählt.
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