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Günzburg/Neu-Ulm: Der letzte Anker: Anrufe gegen die Einsamkeit an Heiligabend

Günzburg/Neu-Ulm

Der letzte Anker: Anrufe gegen die Einsamkeit an Heiligabend

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    Jutta nimmt einen Anruf in der Zentrale entgegen. Eine Zeichnung, die während eines Telefondienstes entstanden ist.
    Jutta nimmt einen Anruf in der Zentrale entgegen. Eine Zeichnung, die während eines Telefondienstes entstanden ist. Foto: Mira Herold-Baer

    Wenn das Telefon klingelt, muss Jutta auf alles gefasst sein. Ob Wutausbruch, Suizidgedanken oder fröhliches Geplänkel – Jutta weiß nie, was auf sie zukommt. Wer anruft, bleibt ihr verborgen. Telefonnummern werden nicht angezeigt. Jutta will gar nicht wissen, mit wem sie spricht. Ihr Name: ein Pseudonym. Bei der Telefonseelsorge gilt absolute Anonymität. Die Verschwiegenheit betrifft nicht nur die Identität der Anrufenden aus den Landkreisen Ulm, Neu-Ulm und Günzburg. Sie gilt auch für die Ehrenamtlichen selbst. Sogar die Anschrift der Zentrale in Ulm ist nirgends auffindbar. Die Leiterin Miriam Sommer übermittelt die Adresse bei einem Telefongespräch. Sie bittet darum, sich die Straße und Hausnummer lediglich auf einem kleinen Zettel aufzuschreiben. Und diesen nach dem Besuch zu vernichten. Absolute Diskretion. 

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