Sowohl bayernweit als auch in Günzburg erleiden weniger Menschen einen Herzinfarkt. Das zeigt der Vergleich der Jahre 2017 und 2024 im Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die AOK in Günzburg hat dazu konkrete Zahlen vorgestellt: „So wurden im Jahr 2024 in Günzburg 300 Herzinfarkte je 100.000 Personen ab dem 30. Lebensjahr gezählt, in Bayern lag die Herzinfarkt-Rate bei 290“, sagt Christoph Rampp, Teamleiter von der AOK in Günzburg. Im Jahr 2017 waren es 330 Fälle je 100.000 Personen in Günzburg und 340 in Bayern. Das entspricht einem Minus von rund 14 Prozent seit 2017 in Bayern und von neun Prozent in Günzburg.
Rosenheim verzeichnet bundesweit niedrigste Herzinfarkt-Rate
Der Gesundheitsatlas schlüsselt die Daten zur Herzinfarkthäufigkeit auch nach Alter und Geschlecht auf. Die Auswertungen zeigen, dass die Herzinfarkt-Raten mit dem Alter deutlich ansteigen, berichtet die AOK. Zudem fällt ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern auf.
„In allen Altersgruppen sind Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger dokumentiert als bei Frauen“, erläutert Christoph Rampp. So lag die Herzinfarkt-Rate der bayerischen Männer bei 410 Fällen je 100.000, während nur 180 von je 100.000 Frauen betroffen waren. Bayern- und sogar bundesweit weist die Stadt Rosenheim (mit 180 Fällen je 100.000 Personen) die niedrigste Herzinfarkt-Rate auf. Die höchste Rate im Freistaat fand sich 2024 im Landkreis Wunsiedel mit 520 Fällen je 100.000 Menschen. (AZ)
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