379 Menschen, die während des NS-Regimes im Dominikus-Ringeisen-Werk gepflegt und betreut wurden, fielen der menschenverachtenden Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten zum Opfer. Am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, gaben die Schwestern der St. Josefskongregation, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende des Dominikus-Ringeisen-Werks sowie Schülerinnen und Schüler des Ringeisen-Gymnasiums und der Dominikus-Schule dem Erinnern einen Raum. Mit einer Kranzniederlegung und dem Verlesen der Namen aller 379 ermordeten Menschen wurde jedem einzelnen Opfer gedacht.
Einer von ihnen war Anton Lettenmayr, geboren im April 1901 in Kottern bei Kempten. Er war gehörlos und galt im Sprachgebrauch der damaligen Zeit als „schwachsinnig“. 1919 kam er nach Ursberg. Die Unterlagen aus der damaligen Zeit beschreiben Lettenmayr, der in der Landwirtschaft der St. Josefskongregation tätig war, als „zugänglich und freundlich“. In Maria Bildhausen, einer Filiale der St. Josefskongregation in Unterfranken, wo er ab 1929 lebte, wurde er aufgrund einer Entscheidung des Erbgesundheitsgerichts Schweinfurt in Würzburg zwangssterilisiert.
Ursberg
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