Die Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG mit Sitz in Thannhausen ist insolvent. Das hat die Kanzlei BBL Brockdorff in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Sie begleitet das Verfahren.
Das Amtsgericht Neu-Ulm hatte über das Vermögen der Rauscher Pulverbeschichtung GmbH & Co. KG sowie der Rauscher Verwaltungs GmbH jeweils die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Gesellschaften hatten zuvor selbst Insolvenzanträge gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Rauscher Pulverbeschichtung wurde Rechtsanwalt Constantin Graf Salm-Hoogstraeten aus Ulm von der auf Restrukturierung spezialisierten Kanzlei BBL Brockdorff bestellt. Für die Rauscher Verwaltungs GmbH bestellte das Gericht Florian Linkert aus Ulm, ebenfalls von der Kanzlei BBL Brockdorff, zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Insolvenzverwalter beginnen mit der Analyse der Unternehmen in Thannhausen
Die vorläufigen Insolvenzverwalter haben mit der Situationsanalyse begonnen und verschaffen sich derzeit ein umfassendes Bild über die Unternehmen. Unterstützt werden sie von BBL-Rechtsanwalt Maximilian Löfflad. Der Geschäftsbetrieb läuft während des vorläufigen Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Bestehende Aufträge werden fortgeführt und neue Aufträge angenommen, heißt es in der Pressemitteilung der Kanzlei. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Ende Juli 2026 gesichert.
„Die Unternehmen verfügen über langjährige Kundenbeziehungen und umfangreiche technische Expertise in ihrem Marktsegment. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und allen Beteiligten werden wir nun die vorhandenen Fortführungs- und Sanierungsmöglichkeiten prüfen“, sagt Constantin Graf Salm-Hoogstraeten. Florian Linkert ergänzt: „Unser Fokus liegt darauf, die bestehenden Strukturen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung zu schaffen. Dafür werden wir in den kommenden Wochen zeitnah Gespräche mit allen Beteiligten führen.“
Firma erzielt zwei Millionen Euro Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr
Die Rauscher Pulverbeschichtung gehört zu den etablierten Unternehmen der Oberflächenveredelungsbranche. Die Wurzeln reichen bis in das Jahr 1970 zurück. Damals gründete Franz X. Rauscher in Mindelzell die FX Rauscher KG. 1974 wurde der Firmensitz nach Thannhausen verlegt. Die FX Rauscher KG wurde im Jahr 2017 veräußert, um sich auf die Pulverbeschichtung und Oberflächenveredelung zu konzentrieren.
Die Gesellschaft ist heute auf die industrielle Pulverbeschichtung und Veredelung von Metallbauteilen spezialisiert. Das Unternehmen erzielte nach Angaben der Insolvenzverwalter im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rund zwei Millionen Euro und beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (AZ,rjk)
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