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Kiesabbau: Wiesenbach genehmigt 20 Jahre Abbau in Oberegg

Wiesenbach

Wiesenbach genehmigt 20 Jahre Kiesabbau: Gemeinde und Unternehmer einigen sich auf Bedingungen

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    Der Wiesenbacher Gemeinderat erteilte der Firma Lutzenberger die Erlaubnis zum Nassabbau von Kies für 20 Jahre auf der Gemarkung Oberegg.
    Der Wiesenbacher Gemeinderat erteilte der Firma Lutzenberger die Erlaubnis zum Nassabbau von Kies für 20 Jahre auf der Gemarkung Oberegg. Foto: Manuela Rapp

    Über einen Zeitraum von 20 Jahren will die Firma Lutzenberger den Nassabbau von Kies auf einer rund 43.000 Quadratmeter großen Fläche in Oberegg betreiben. „Das soll in vier Abschnitten mit einer jeweiligen Dauer von drei bis fünf Jahren geschehen“, erläuterte Wiesenbachs Bürgermeister Gilbert Edelmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das Gremium gab dem Bauantrag grünes Licht.

    Insgesamt handle es sich dabei, so der Ortschef auf Anfrage, um rund 190.000 Kubikmeter Kies, die abgebaut werden sollen. Die dafür vorgesehenen zwei Grundstücke liegen im räumlichen Zusammenhang mit bereits bestehenden Kiesgruben der Firma aus Pfaffenhausen, geht die öffentliche Sitzungsvorlage der Verwaltung weiter ins Detail. Nach Ablauf der Erlaubnis soll das Areal dann vollständig wieder aufgefüllt und naturnah nachgenutzt werden – beispielsweise als ökologisch wertvolle Ausgleichsfläche.

    Eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Firma Lutzenberger – die ebenfalls in der Zusammenkunft beschlossen wurde – regelt außerdem die Zuwegung zu den Kiesabbauflächen. Deren Inhalt: „Die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Zustands während des Abbaus und auch danach“, wie die Verwaltung schreibt.

    Regionalplan Donau-Iller erleichtert Kiesabbau für Käuferfirmen

    Gilbert Edelmann nennt die Einigung „für beide Seiten vertretbar.“ Es sei für 20 Jahre vorgesorgt. Den jetzigen Ausgangszustand der Straße bezeichnete er als „Status null“. Eine Erstinstandsetzung, bevor es mit dem neuen Abbau losgeht, sei innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung der Glasfaserarbeiten verabredet.

    Im Zusammenhang mit dem Kiesabbau ist ebenfalls der Regionalplan Donau-Iller zu erwähnen, den der Bürgermeister in der Sitzung auch kurz ansprach. Die Erweiterung der jetzigen Kiesabbaugebiete auf der Gemarkung der Gemeinde um sogenannte Vorranggebiete zur Sicherung von Rohstoffen sei darin fest verankert. Was das konkret heißt, hat der Ortschef in einem früheren Gespräch mit unserer Zeitung so zusammengefasst: Im Endeffekt bedeute das für interessierte Käuferfirmen, dass sie in diesen Gebieten, die sich in privater Hand befänden, leichter eine Genehmigung zum Kiesabbau erhalten würden.

    „Der Regionalverband hat die Aufgabe bekommen, solche überregional wichtigen Themen wie Rohstoffabbau in geordnete Bahnen zu bringen“, äußerte sich Gilbert Edelmann damals. Rohstoffe seien wichtig für die Region. Der Kiesabbau habe überregionale Priorität, beispielsweise für den Straßenbau. „Die Vorteile für Wiesenbach sind sehr überschaubar“, sagt der Bürgermeister. Für die Gemeinde würde daraus kein nennenswerter finanzieller Vorteil erwachsen, resümiert er über den aktuellen Bauantrag.

    „Mit der Firma Lutzenberger hat es immer ein gutes Miteinander gegeben“, erklärt Edelmann weiter. Man kenne sich. „Wir agieren sensibel miteinander.“ Das Unternehmen „stammt aus unserer Region und hält, was es verspricht.“ Es verwende die Ausbeute aus dem Kiesabbau für seine eigenen Baustellen in der Region und verkaufe nichts an andere Betriebe. Übrigens gibt es nach den Worten des Bürgermeisters vier genehmigte Kiesgruben – betrieben von drei auswärtigen und einer örtlichen Firma.

    Das Stichwort Verkehr lässt der Wiesenbacher Ortschef in diesem aktuellen Kontext ebenfalls nicht außen vor. „Der Schwerlastverkehr ist ein Nachteil für die Gemeinde.“ Phasenweise werde dieser stärker sein. „Wir wissen, dass wir damit rechnen müssen“, sagt Gilbert Edelmann.

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