Rund ein Jahr lang wurde der Ursberger Klosterfriedhof saniert. Mit einer Segnungsfeier wurden die Baumaßnahmen nun offiziell abgeschlossen. Die historische Friedhofsanlage präsentiert sich nun als barrierearmer, naturnaher und pflegeleichter Ort des Gedenkens, der den Geist des Gründers Dominikus Ringeisen mit den Anforderungen der Gegenwart verbindet, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Dominikus-Ringeisen-Werks.
Ziel der Sanierung war es, den im Jahr 1889 angelegten Klosterfriedhof für Menschen mit unterschiedlichen Mobilitätsfähigkeiten besser zugänglich zu machen. „Der Klosterfriedhof ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Nähe und Trost verbinden. Die Sanierung bewahrt diese wertvolle Tradition und macht sie zugleich für kommende Generationen zugänglich“, betont Robert Dieminger, Betriebsleiter der Klostergärtnerei, die im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) für die Pflege des Friedhofs verantwortlich ist.
St. Josefskongregation gestaltet den Klosterfriedhof in Ursberg neu
Durch das Ebnen der Wege und das Abbauen von Niveauunterschieden wurden die Orientierung und Begehbarkeit deutlich verbessert. Gleichzeitig haben die St. Josefskongregation und das DRW auf den Wandel der Bestattungskultur reagiert: Im südlichen Bereich wurden neue Urnengrabstätten angelegt, die das Angebot um zeitgemäße und pflegeleichte Vorsorgeformen erweitern, ohne das historisch gewachsene Erscheinungsbild der Anlage zu beeinträchtigen.
Mit dem Abschluss der Arbeiten ist der Klosterfriedhof für die Zukunft gerüstet. Er bleibt ein zentraler Ort der Stille und des Gebets in Ursberg. Ein Raum, der seiner historischen Bedeutung gerecht wird und zugleich den Bedürfnissen der Menschen von heute entspricht. In seiner erneuerten Form steht er Besucherinnen und Besuchern weiterhin als Ort des Erinnerns, der Begegnung und des Innehaltens offen.
Klosterfriedhof Ursberg dient seit 1889 als letzte Ruhestätte
Der Klosterfriedhof wurde 1889 auf Veranlassung von Dominikus Ringeisen angelegt. Zahlreiche Schwestern der St. Josefskongregation, Bewohnerinnen und Bewohner des Dominikus-Ringeisen-Werks, Priester sowie Freunde und Gönner der Ursberger Einrichtungen haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Einrichtungsgründer selbst wurde 1904 auf dem Friedhof bestattet. Seine Grabstelle befindet sich heute in der Aussegnungshalle. Diese erhielt zu seinem 100. Sterbetag im Jahr 2004 vier gestaltete Glasfenster des „Künstlerpfarrers“ Sieger Köder. Seitdem begleiten „Jakobs Traum“, die „Salve-Regina-Madonna“, der „Gute Hirte“ und „Das Himmlische Jerusalem“ die Verstorbenen in Ursberg auf ihrem letzten Weg. (AZ)
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