Kräfte der Verkehrs- und Polizeiinspektion Günzburg haben am Mittwochabend Schwerpunktkontrollen für die Sicherheit auf Landstraßen durchgeführt. Anlass war die für Juni bayernweit ausgerufene Schwerpunktaktion „Landstraßensicherheit“ des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030, „Bayern mobil – sicher ans Ziel“.
Auch im Landkreis Günzburg sollten die Hauptunfallursachen, namentlich überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und mangelnde Verkehrstüchtigkeit durch gezielte Kontrollen bekämpft werden. So wurde der Verkehr in der Ulmer Straße in Günzburg gezielt durch zivile und uniformierte Beamte überwacht. Innerhalb weniger Stunden hielten die Polizeibeamten insgesamt zehn Verkehrsteilnehmer aufgrund der verbotswidrigen Nutzung ihrer Mobiltelefone während der Fahrt an. Sechs Personen hatten den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt. Auch verfügten zwei Fahrzeugführer nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis.
Polizei stoppt Motorradfahrer mit 173 km/h bei Breitenthal
Gleichzeitig wurde die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Staatsstraße 2018 zwischen Rennertshofen und Breitenthal überwacht. Es dauerte nicht lange, bis ein Motorradfahrer mit 173 Kilometern pro Stunde bei erlaubten 100 km/h gemessen wurde. Ihn erwarten ein Bußgeld in Höhe von mindestens 600 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot. Im Messzeitraum wurden weitere 21 Verkehrsteilnehmer wegen überhöhter Geschwindigkeit gemessen.
Ähnlich erging es einem Autofahrer, der auf der B16 zwischen Kötz und Hochwang unterwegs war. Kurz vor Mitternacht wurden dort Geschwindigkeitsmessungen mit einem Handlasermessgerät durchgeführt. Bei erlaubten 100 km/h wurde der 45-jährige Mann mit 148 km/h gemessen. Hier ist ein Bußgeld von mindestens 320 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot zu erwarten.
Polizei stoppt Jugendlichen auf getuntem E-Scooter in Ichenhausen
Ebenfalls deutlich zu schnell war ein 15-Jähriger, der mit etwa 60 km/h auf seinem E-Scooter in der Krumbacher Straße in Ichenhausen unterwegs war. Die elektrischen Tretroller dürfen bauartbedingt maximal 20 km/h fahren. Bei der Polizeikontrolle wurde festgestellt, dass der Roller derart manipuliert wurde, dass er tatsächlich sogar über 80 km/h fahren konnte. Hierdurch wird der Tretroller zum Kraftrad und es ist ein entsprechender Motorradführerschein erforderlich. Der Junge hatte jedoch nur eine Mofaprüfbescheinigung, die selbstverständlich nicht ausreichte. Bei dem jungen Fahrer wurde zudem auch noch eine Alkoholisierung festgestellt. Dies stellt auch einen Verstoß gegen das Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger unter 21 Jahren dar. Der E-Scooter wurde sichergestellt. Einer zivilen Streifenbesatzung der Polizei Günzburg fiel in der Neuen Bahnhofstraße in Ichenhausen ein Radfahrer auf. Der 30-Jährige wies Alkoholgeruch und drogentypische Auffälligkeiten auf. Ein Atemalkoholtest ergab Hinweise auf einen Wert jenseits der 1,7 Promille. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und eine Blutentnahme angeordnet.
Weitere Kontrollen im Landkreis Günzburg angekündigt
Aus Sicht der Günzburger Polizei hat die Schwerpunktkontrolle wieder gezeigt, dass sowohl Prävention als auch Repression notwendig sind, um Verkehrsunfälle und ihre Folgen zu reduzieren. Deshalb hat die Polizei angekündigt, dass auch weiterhin verstärkt Unfall- und Gefahrenbrennpunkte im Landkreis in den Fokus genommen werden sollen. Immer mit dem Ziel, die Straßen auch für die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen, die sich vorbildlich verhält. (AZ)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren