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TSV Ziemetshausen verliert Toto-Pokalfinale 2026 im Elfmeterschießen gegen SG Alerheim

Fußball

Elfmeterdrama nach langem Ringen: TSV Ziemetshausen verpasst den Pokalsieg kurz vor dem Ziel

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    Nach dem verlorenen Elfmeterschießen ist den Ziemetshauser Spielern die Enttäuschung deutlich anzusehen.
    Nach dem verlorenen Elfmeterschießen ist den Ziemetshauser Spielern die Enttäuschung deutlich anzusehen. Foto: Ernst Mayer

    Die SG Alerheim hat ihren Titel verteidigt. Der bereits als Meister und Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga feststehende Verein hat das Toto-Pokal-Finale gegen den TSV Ziemetshausen mit 5:4 nach Elfmeterschießen gewonnen. Die Alerheimer wiederholten damit ihren Vorjahreserfolg; vor einem Jahr hatte der VfR Jettingen mit 2:4 das Nachsehen. Zum Finale, das – wie schon am 1. Mai 2025 – auf der schmucken Sportanlage in Alerheim ausgetragen wurde, waren 843 Zuschauerinnen und Zuschauer gekommen.

    Alerheim verteidigt Titel nach spannendem Finale

    Bevor die Teams den Rasen betraten, intonierte die Blaskapelle Alerheim die Bayern- sowie Deutschlandhymne. „Wenn man das hier sieht, mit dieser tollen Atmosphäre und Kulisse, dann sollte das doch Ansporn für noch mehr Teams sein, am Totopokal teilzunehmen“, sagte Kreisspielleiter Fatih Kayan beim Blick auf die beeindruckende Kulisse. Der Funktionär lobte die SG Alerheim für die tolle Organisation und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern.

    Die erste gelungene Offensivaktion kreierten die Gastgeber. In der zweiten Minute segelte eine Flanke von der rechten Seite in den Ziemetshauser Strafraum, TSV-Torhüter Marius Würstle konnte die Hereingabe per Faustabwehr entschärfen. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel. Allerdings schafften es Julian Riederle und seine Mittelfeldkollegen nicht, ihre Offensivkräfte Tarik Music und Jonas Seibold in aussichtsreiche Positionen zu bringen. In dieser Phase der Partie sorgten dann der Alerheimer Luca Greiner und Keeper Würstle für den ersten Zungenschnalzer. Greiner jagte einen zu kurz abgewehrten Ball per Volleyabnahme in Richtung Kasten. Der Ball wäre knapp neben dem Pfosten eingeschlagen, doch Würstle zeigte seine ganze Klasse und wehrte zur Ecke ab.

    Schock für TSV in Anfangsphase: Ziemetshausens Torjäger Tarik Music verletzt sich und muss ausgewechselt werden

    In der 25. Minute mussten die Ziemetshauser dann eine Hiobsbotschaft verkraften: Tarik Music schied mit einer Verletzung an der Achillessehne aus. Für den gefährlichsten TSV-Angreifer wurde Fabio Müller eingewechselt. Kurz nach dieser personellen Veränderung lieferte sich Torwart Würstle ein Laufduell mit Alerheims Torjäger Tobias Stelzle; der TSV-Schlussmann war einen Schritt schneller und konnte klären.

    Bitterer Moment für den TSV Ziemetshausen: Angreifer Tarik Music muss nach einer Verletzung ohne Gegnereinwirkung früh ausgewechselt werden.
    Bitterer Moment für den TSV Ziemetshausen: Angreifer Tarik Music muss nach einer Verletzung ohne Gegnereinwirkung früh ausgewechselt werden. Foto: Ernst Mayer

    Würstle stand auch bei der nächsten nennenswerten Aktion im Fokus. Nach einer Flanke kam SGA-Akteur Benjamin Töpfer zum Abschluss, Würstle parierte in toller Manier. Beim 1:0 der Platzherren in der 38. Minute war der Keeper aber dann machtlos. Nach einem weiten Zuspiel aus dem Mittelfeld heraus kam Simon Löfflad an den Ball, umkurvte Würstle und schob schließlich ins leere Tor ein. Kurz vor der Pause überraschte TSV-Akteur Julian Riederle den Alerheimer Torhüter Samuel Hertle mit einem Schuss aus rund dreißig Metern. Hertle hatte Glück, denn das Spielgerät landete knapp über dem Kasten.

    Nach dem Seitenwechsel hatten die ganz in Weiß gekleideten Platzherren eine Gelegenheit. Doch der Außenristschuss von Luca Greiner verfehlte das lange Toreck nur knapp. In dieser Phase versuchten die Ziemetshauser immer wieder mit langen Bällen ihr Glück. Abnehmer dieser weiten Zuspiele sollte meist Jonas Seibold sein, doch die Alerheimer Defensive konnte diese Pässe meist abfangen.

    Julian Riederle (am Ball) war im Finale einer der prägenden Spieler im Mittelfeld des TSV Ziemetshausen und sorgte immer wieder für wichtige Impulse im Spielaufbau.
    Julian Riederle (am Ball) war im Finale einer der prägenden Spieler im Mittelfeld des TSV Ziemetshausen und sorgte immer wieder für wichtige Impulse im Spielaufbau. Foto: Ernst Mayer

    In der 63. Minute erreichte dann ein Zuspiel Seibold. Der 25-Jährige nahm Tempo auf und stürmte in den Strafraum, der Alerheimer Verteidiger Robert Zwölfer kam zu spät und foulte Seibold. Der gut leitende Unparteiische Steffen Brenner zeigte auf den Punkt und schickte Zwölfer mit der Ampelkarte vorzeitig in die Kabine. Julian Riederle legte sich den Ball zurecht, lief an, verlud Goalie Hertle und stellte auf 1:1 (65.).

    Entscheidung fällt dramatisch im Elfmeterschießen

    Nach dem Platzverweis für Zwölfer waren die Ziemetshauser dann feldüberlegen. In der 71. Minute hatte Jonas Seibold die Führung auf dem Fuß, doch sein Abschluss wurde zur Beute von Keeper Hertle. Vier Minuten vor Ende der Partie stockte den zahlreichen TSV-Fans noch einmal der Atem. Bei einem Freistoß des eingewechselten Sebastian Hertle rechneten die Ziemetshauser mit einer Flanke, doch der Alerheimer zog den Ball direkt aufs Tor. Torwart Würstle ließ sich aber nicht überraschen und parierte sensationell zur Ecke. In der Schlussphase hatten die Gastgeber dann eine Serie von drei Eckbällen. Zweimal kam der Ball aufs Tor – und zweimal parierte Würstle. Nach 95 Minuten pfiff Schiedsrichter Brenner die Partie ab. So ging es ins Elfmeterschießen.

    Das spektakuläre Toto-Pokalfinale in Bildern

    TOTO-POkal-Finale in Alerheim.
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    76 Bilder
    Die SG Alerheim hat sich erneut den Toto-Pokal gesichert - im Elfmeterschießen gegen Ziemetshausen. Die Partie in Bildern.

    Die Ziemetshauser mussten starten. Daniel Greiner verwandelte sicher, auch der Alerheimer Benjamin Töpfer war erfolgreich. Dann jagte Fabio Müller seinen Elfmeter – wie einst Uli Hoeneß im EM-Finale 1976 – in die Wolken. Alerheims Spielertrainer Tobias Fuchsluger traf anschließend sicher. Julian Riederle, der per Strafstoß das 1:1 erzielt hatte, scheiterte bei seinem Versuch an Hertle. Auch der nächste Elfmeter wurde gehalten: Würstle parierte gegen Tobias Stelzle. Die weiteren Elfmeter von Colin Fendt und Jonas Seibold (beide Ziemetshausen) sowie die Schüsse von Luca Greiner und Sebastian Hertle (beide Alerheim) waren drin. Nach dem verwandelten Elfmeter Hertles glich die voll besetzte Tribüne vor dem Sportheim einem Tollhaus. Die Alerheimer Akteure und ihre Fans feierten ihren Pokalsieg lautstark und euphorisch.

    „Es war heute nicht unser Spiel, wir waren einfach zu harmlos und nicht mutig genug. Ich bin trotzdem stolz auf die Truppe. Wenn man im Elfmeterschießen verliert, ist das natürlich extrem ärgerlich. Ich gratuliere den Alerheimern zum Pokalsieg“, war der Ziemetshauser Abteilungsleiter Patrick Seidel nach der Begegnung enttäuscht. Auch TSV-Trainer Ralf Zimmermann klang nach der Pleite niedergeschlagen: „Elfmeterschießen ist immer ein Glücksspiel. Wenn man nicht trifft, kann man nicht gewinnen. Ich mache aber keinem meiner Spieler einen Vorwurf. Man muss auch den Mut haben, sich zu stellen. Wir haben heute nicht so gespielt, wie wir das eigentlich wollten.“

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