Mehr Wahlplakate bedeuten nicht mehr Demokratie – sie bedeuten mehr Reizüberflutung. Der moderne Wahlkampf hat sich daran gewöhnt, Sichtbarkeit mit Relevanz zu verwechseln. Wer oft genug gesehen wird, so die stillschweigende Hoffnung, wird irgendwann auch gewählt. Doch diese Logik ist nicht mehr zeitgemäß. Heute sind Informationen im Überfluss vorhanden. Wer heute wissen will, wofür jemand steht, schaut nicht an den Laternenmast, sondern ins Netz, in Zeitungen, in Diskussionsrunden. Nähe entsteht nicht durch ein Plakat am Straßenrand, sondern durchs Gespräch.
Kommentar
Lokalpolitik muss sichtbarer werden, aber bitte ohne Plakate an jeder Ecke
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