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Filmstart: Die triste Seite der Burlesque im Film "Tournée"

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Die triste Seite der Burlesque im Film "Tournée"

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    Tournee
    Tournee

    Mathieu Amalric ist in Frankreich ein populärer Schauspieler. Und doch sah der 45-Jährige seine wahre Berufung immer als Filmemacher und dürfte sich spätestens mit seiner dritten Kinoarbeit „Tournée“ bestätigt fühlen. Für sie bekam er 2010 den Regiepreis in Cannes, mit ihr landete er kurzfristig auf Platz eins der französischen Kinocharts.

    Mit Nippelschmuck, falschen Wimpern, Lockenperücken und Glitzerkorsagen auf nicht immer jugendfrischen Körpern zelebrieren echte Stars der Burlesque-Szene den Showtanz. Die Tänzerinnen heißen Mimi Le Meaux, Kitten on the Keys und Dirty Martini. Gecastet hat Amalric sie auf Festivals. Mit Charisma gibt er den abgewrackten Manager der Truppe: Einst in die USA geflohen, ist er zurückgekehrt, um sein Comeback zu feiern. Statt in Paris zu reüssieren, gehen sie auf Tournee durch die Provinz.

    Sie lassen sich das Leben nicht verdrießen, sie wollen Spaß

    In langen Bildern ohne große Dramaturgie fängt der Regisseur die triste Seite des Showbusiness ein. Austauschbare Hotels und Müdigkeit auf langen Zugfahrten, wenig Geld und schneller Sex auf der Toilette bestimmen den Alltag. Doch die Tänzerinnen lassen sich das Leben nicht verdrießen – sie wollen Spaß und Erfolg.

    Am Verzicht auf eine richtige, runde Geschichte krankt der Film aber. „Tournée“ lebt von einer authentischen Sehnsuchtsatmosphäre – und vom Reiz der Burlesque-Szene. Was manche Cineasten daran begeistert, dürfte andere schlicht langweilen. Bleibt zu sehen, wie der Film in Deutschland ankommt: Einen Starbonus hat Amalric hierzulande nicht. *** Ulrike Cordes, dpa

    Filmstart in Augsburg

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