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Gestohlene Cranach-Altarflügel zurück

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Gestohlene Cranach-Altarflügel zurück

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    Gestohlene Cranach-Altarflügel zurück
    Gestohlene Cranach-Altarflügel zurück Foto: DPA

    Allerdings sollten sie dort nur einen Tag lang zu sehen sein, weil sie restauriert werden sollen. Vor zwei Jahren wurden die Altarflügel bei einem Antiquitätenhändler in Bamberg entdeckt. Die Kirchengemeinde kaufte die Bilder aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren (1472- 1553) mit Hilfe des Landes und der Kulturstiftung der Länder für eine fünfstellige Summe zurück.

    Am 17. Mai 1980 war der Diebstahl entdeckt worden. Die Diebe waren durch ein Fenster eingestiegen und hatten die Altarflügel abgeschraubt. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt, da der Diebstahl verjährt ist.

    Ein Kunstexperte hatte die beiden Tafelbilder zufällig in einem Bamberger Antiquitätengeschäft entdeckt, in dem sie für 100 000 Euro zum Verkauf standen. Der Antiquitätenhändler hatte sie aus dem Nachlass der gestorbenen Vorbesitzerin ersteigert. Diese hatte die Altarflügel ebenfalls gutgläubig erworben und mindestens zehn Jahre besessen. Es gibt daher auch keine Ermittlungen wegen Hehlerei.

    Das Werk kam 1697 als Geschenk nach Klieken. Cranach hatte als Hofmaler von 1505 bis 1550 in Wittenberg gearbeitet und dort eine Werkstatt betrieben. Auf dem Altar sind außer Maria mit Jesus im Arm auch die Heilige Genoveva, der Heilige Christopherus sowie Marias Eltern an der Goldenen Pforte von Jerusalem zu sehen. Landeskonservatorin Ulrike Wendland hob hervor, dass der vor der Reformation entstandene Altar trotz der katholischen Bildinhalte rund 500 Jahre lang in einer evangelischen Kirche benutzt wurde.

    Bevor das Kunstwerk nach der Restaurierung wieder zurückkehrt, muss die Kirche nun erst einmal einbruchsicher werden. Im Sommer wird der Altar im Rahmen einer Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle gezeigt.

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