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Neuer Roman: „Gym“ von Verena Keßler entlarvt Fitnesskult und Erfolgswahn

Buchkritik

Muskelkater für Hirn und Herz: Verena Keßlers Roman „Gym“

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    Die Idee sei ihr, wie sie in einem Interview erzählt, beim Training im Fitnessstudio gekommen. „Irgendwann habe ich auf Instagram auch nichts anderes mehr gesehen und gemerkt, wie proteinbesessen diese Welt eigentlich ist“, sagt sie dort.
    Die Idee sei ihr, wie sie in einem Interview erzählt, beim Training im Fitnessstudio gekommen. „Irgendwann habe ich auf Instagram auch nichts anderes mehr gesehen und gemerkt, wie proteinbesessen diese Welt eigentlich ist“, sagt sie dort. Foto: dpa, Arne Dedert

    Kaum etwas beschäftigt den modernen Menschen so sehr, wie die Arbeit am eigenen Körper. Schließlich, so predigen die Fitness-Gurus auf Social Media, geht beim Training immer mehr, mehr Muskeln, mehr Eiweiß, mehr Protein; „bigger is better“. Nirgendwo zeigt sich dieses „Mindset“ geballter als im Fitnessstudio, wo Körper wie Maschinen poliert, gestählt und präsentiert werden. Und genau in diese Welt der Selbstoptimierer rutscht die namenlose Hauptfigur im neuen Roman von Verena Keßler. Dass Keßler zeitgenössische Themen präzise seziert und thematisiert, ist nicht neu. Mit „Eva“ lieferte sie bereits 2023 ein nuanciertes Porträt über Mutterschaft und Klimakrise. Jetzt erzählt sie in „Gym“ eine herrlich überdrehte Geschichte über Erfolgswahn und Leistungsdruck, die auf jegliche Art und Weise reinhaut.

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