Startseite
Icon Pfeil nach unten
Kultur
Icon Pfeil nach unten
Gesellschaft
Icon Pfeil nach unten

Ruhm ist vergänglich: Keine Käufer für das Chrysler Building

Glosse

Ruhm ist vergänglich – das Chrysler Building findet keinen Käufer.

  • |
  • |
  • |
  • |
    Wolken ziehen hinter dem Chrysler Building vorbei.
    Wolken ziehen hinter dem Chrysler Building vorbei. Foto: Mark Lennihan, dpa

    Auch Ikonen haben es schwer. In Hollywood erlebt das dieser Tage gerade der Schauspieler Mickey Rourke. In den 1980er Jahren gehörte er zu den großen Stars, spielte in Filmen wie „Angel Heart“ und „9 1/2 Wochen“ die Hauptrollen. Danach kam er in den 1990er auf die blöde Idee, sich als Boxer zu verdingen, gewann zwar Kämpfe, prügelte sich aber aufs Abstellgleis. Und heute: Scheint die Lage zugespitzt, hat ihm sein Manager aus eigener Tasche eine Wohnung angemietet, weil Rourke sonst Obdachlosigkeit gedroht hätte.

    Das Chrysler Building gehört zu den Landmarken der New Yorker Skyline

    Wir Menschen sind halt nicht aus Beton gegossen und im Leben können sich die Vorzeichen manchmal über Nacht verändern. Aber selbst dort, wo Stahl im Einsatz ist, lässt sich mit dem ikonischen Status allein nicht immer Geld verdienen. Gerade lässt sich das beim berühmten Chrysler Building in New York beobachten. Der Wolkenkratzer mit seinen markanten Bögen aus rostfreiem Stahl und seiner nadelförmigen Spitze war 1930 ein Jahr lang das höchste Gebäude der Welt, bis das Empire State Building fertiggestellt war. Es gehört seit 90 Jahren zu den Landmarken in der New Yorker Skyline.

    Mieter des Chrysler Buildings beschweren sich über altmodische Räume

    Aber niemand möchte es kaufen. Nach der Enteignung der Vorbesitzer – unter anderem der insolventen Signa-Gruppe des Österreichers René Benko – schrecken marode Technik, hohe Renovierungskosten und eine jährliche Pacht von 32,5 Millionen Euro potenzielle Investoren ab, wie das Portal t-online berichtet. Mieter beschweren sich über altmodische Räume, zu kleine Fenster und unsauberes Wasser aus den festinstallierten Brunnen. „Sic transit gloria mundi“, wussten schon die Päpste vor 500 Jahren: „So vergeht der Ruhm der Welt.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren