„Ich werde mein Bestes geben. Sie können sich auf mich verlassen.” Der französische Präsident Emmanuel Macron: Er spricht vor Kameras, aber nicht über einen Staatsvertrag, sondern einen Thermomix.
Staatschef nimmt Thermomix persönlich entgegen
Der Präsident besuchte die neue Fabrik von Vorwerk im Örtchen Donnemain-Saint-Mamès und nahm dort die zweimillionste Küchenmaschine entgegen. Feierlich überreicht, persönlich versprochen: Er werde „auf jeden Fall versuchen, das Beste aus diesem Thermomix herauszuholen”.
Dabei hat Macron gerade genügend anderes um die Ohren. In einem Jahr muss er den Élysée in Paris räumen, eine dritte Amtszeit ist verfassungsrechtlich ausgeschlossen. Seine Koalition hat die absolute Mehrheit verloren, der Haushalt ist löchrig, und sein früherer Premierminister Gabriel Attal hat sich bereits als möglicher Nachfolger in Stellung gebracht. Frankreich sucht einen neuen Takt – und sein Präsident besucht eine Küchengerätefabrik.
Vorwerk investiert 130 Millionen Euro in Frankreich
Der Anlass war staatstragend gemeint. Vorwerk steht für 130 Millionen Euro an Investitionen, 124 neue Arbeitsplätze, gelungene deutsch-französische Kooperation – ein deutsches Unternehmen als Aushängeschild französischer Standortpolitik. Aber die Bilder erzählen eine andere Geschichte: ein Präsident, der ein Küchengerät hält wie eine Trophäe und verspricht, es nicht zu enttäuschen.
Der Thermomix mixt, püriert, kocht – und verlangt keine Koalitionspartner. Vielleicht ist das der Grund, warum Macron ihm so bereitwillig sein Wort gab. Es dürfte das unkomplizierteste Versprechen sein, das er seit Jahren gemacht hat – und das einzige, das ihn nicht in eine Haushaltskrise treibt.
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