Startseite
Icon Pfeil nach unten
Kultur
Icon Pfeil nach unten
Gesellschaft
Icon Pfeil nach unten

Warum das Schnurren von Katzen mehr verrät als ihr Miauen

Gesellschaft

Der individuelle Schnurrabdruck des Stubentigers

  • |
  • |
  • |
  • |
    Mit „Miau“ wollen Katzen kommunizieren, das ist klar. Doch warum ist das Schnurren von Katzen eigentlich viel spannender?
    Mit „Miau“ wollen Katzen kommunizieren, das ist klar. Doch warum ist das Schnurren von Katzen eigentlich viel spannender? Foto: Inga Kjer/dpa-tmn

    Katzen miauen begrüßend, fordernd oder genervt – und ihre menschlichen Diener glauben meist zu wissen, was gemeint ist. Wenn der Stubentiger jedoch wohlig vor sich hin rattert, sind sich alle einig: Jetzt geht es der Miezi gut. Doch das Schnurren von Katzen verrät weit mehr, als lange angenommen wurde. Es ist ihr akustischer Fingerabdruck.

    Forschende nahmen dafür die Laute von 27 Katzen aus Berliner Tierheimen und Privathaushalten unter die Lupe. Mithilfe von KI prüften sie, ob sie sich anhand ihrer Laute unterscheiden lassen. Das Ergebnis: Rund 85 Prozent der Schnurrgeräusche konnten korrekt einer Katze zugeordnet werden. Beim Miauen lag die Trefferquote niedriger. Wie die meisten Katzenbesitzer bestätigen können, variiert das „Miau“ nach Gusto der Miezi: Wenn sie ihre Ruhe will, wird anders getönt als bei Kuschelbedarf. Die Domestizierung hat diese Lautvielfalt offenbar noch verstärkt – Katzen haben gelernt, wie sie ihren Angestellten Befehle erteilen. Für die KI war diese Variabilität jedoch zu groß.

    Katzen drücken mit Schnurren meist Wohlgefallen aus

    Anders hingegen ist es beim Schnurren: Es ist die niederfrequente Unterschrift des Stubentigers und kommt meist in wohligen Situationen zur Anwendung. Doch auch bei Stress oder Schmerzen schnurren Katzen, um sich selbst zu beruhigen. Warum jede Katze anders brummt und rattert, könnte an ihrer Anatomie liegen, etwa an der Größe des Kehlkopfs. Offen bleibt vorerst nur eine Frage: Was macht die Menschheit mit dem Wissen, dass Katzen einen Schnurrabdruck besitzen? Vielleicht reicht künftig ein Schnurrer statt eines Mikrochips für die Registrierung beim Haustierregister oder zum Öffnen der elektronischen Katzenklappe. Vorausgesetzt, die Katze hat gerade Lust zu schnurren.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren