Auf Eis lässt sich trefflich ausrutschen, das wissen wir alle, vor allem natürlich die Berliner im Land. Dort verwandelten sich diesen Winter ganze Stadtteile in gemeingefährliche Ausrutschgebiete. Und die Stadtregierung stellte fest, dass die winterliche Nicht-Salzerei buchstäblich aufs Glatteis geführt hat. Spazierengehen zählte in der Hauptstadt wegen kompakter Eisplatten zu den Risikosportarten. Was dem Normalbürger ein Graus, das bereitet dem Olympioniken allerdings erst die Lebensgrundlage. Auf Eis lässt sich auf scharfen Kufen trefflich gleiten, ob nun der Eishockey-Profi, die Eistänzerin oder der Skeleton-Rodler – es sei denn, er wagt es, an im Krieg gefallene Sportler auf seinem Helm zu erinnern.
Doch warum rutscht es sich auf Eis?
Auf Eis lässt sich trefflich rutschen, wir alle wissen es. Aber wehe, wenn wir nach dem Warum gefragt werden. Denn die Wissenschaft hat die ausrutschende Kuh noch lange nicht vom Eis geholt, wie bei der FAZ nachzulesen ist. Denn die populäre Erklärung, dass durch den Druck der Kufe ein Wasserfilm entsteht, stimmt nicht. Dafür müssten die Schlittschuhläufer die Masse von Elefanten mitbringen. Und die Erklärung, dass durch die Reibung Wärme und dadurch ein Wasserfilm erzeugt wird, lässt auch offen, warum man auf Eis ausrutscht, wenn man nur versucht, darauf zu stehen.
Für die richtige Erklärung lohnt sich ein Studium
Physiker vermuten, dass die richtige Erklärung in der „Amorphisierung“ von gefrorenem Wasser zu finden ist, aber für den Unstudierten wird das schnell sehr dünnes Eis. Wichtig ist: Bei minus sieben Grad Celsius gleiten die Stahlkufen am besten. Und auf minus 150 Grad kaltem Eis würde man kaum noch rutschen. Doch auf solche Winter kann die Berliner Stadtregierung nicht hoffen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren