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Sachliteratur
04.03.2022

Der lange Weg der Erinnerung: Zwei Bücher erzählen von Flucht und Vertreibung

Kinder, Frauen, alte Menschen und ein paar Habseligkeiten: deutscher Flüchtlingstreck im Jahr 1945.
Foto: Picture Alliance

Plus Christiane Hoffmann und Mikhal Dekel blicken in ihren Büchern auf die schweren Wege ihrer Väter im 20. Jahrhundert, auf die Folgen von Terror und Krieg.

Die beiden Buben sind neun und zwölf Jahre alt, als sie fortmüssen. Sie haben nicht weit voneinander gelebt, im östlichen Teil Mitteleuropas, sie müssen aus unterschiedlichen Gründen fort, aber bei beiden ist die Ursache der Krieg, den Nazi-Deutschland begonnen hat. Hannan, ein jüdischer Junge aus einer ostpolnischen Kleinstadt, flieht im September 1939 mit seiner Familie vor der deutschen Wehrmacht, die kurz vorher Polen überfallen hat. Walter, der Neunjährige aus einem Dorf in Schlesien, verlässt mit Mutter, Oma und Onkel im Januar 1945 den Bauernhof der Familie, um der heranrückenden Roten Armee zu entkommen. Beide Buben haben die Flucht überlebt – Hannan kommt in Israel an, Walter in Westdeutschland. Beide bauen sich ein Leben nach dem Krieg auf, mit Arbeit und Familie. Bei beiden steht dieses Leben unter dem Schatten dessen, was zwischen 1939 und 1945 geschehen ist, bei beiden wird darüber nicht gesprochen, und bei beiden sind es Jahrzehnte danach die Töchter, die sich auf den Weg machen, um die Leiden, die Bedrohungen, die Verluste der Väter kennenzulernen und zu verstehen.

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