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Streaming im April: Neue Serienstarts bei Netflix, Disney+ und Prime Video

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Von Galgenvögeln und Gemütsmenschen: Diese Serien starten bei Netflix und Co. im April

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    Nach 20 Jahren heißt es wieder „Malcolm mittendrin“, wieder spielen Jane Kaczmarek und Bryan Cranston die Hauptrollen.
    Nach 20 Jahren heißt es wieder „Malcolm mittendrin“, wieder spielen Jane Kaczmarek und Bryan Cranston die Hauptrollen. Foto: 2025 Disney, David Bukach
    • Malcolm mittendrin: Unfair wie immer (ab 10. April, Disney+) – Gelacht hat wohl jeder, als in den 2000er Jahren die Sitcom „Malcolm mittendrin“ lief. Aber dass die witzige Serie eigentlich eine gut getarnte Dekonstruktion des American Dream war, das war womöglich nicht jedem klar: Die jähzornige Mutter Lois (Jane Kaczmarek), ihr exzentrischer Ehemann Hal (Bryan Cranston) und die fünf Kinder schrammten in ihrem prekären Alltag immer hart am Rande von Armut und Chaos entlang. Das vierteilige Revival der Kultserie setzt 20 Jahre nach dem Serienfinale ein und erzählt, was aus den Protagonisten geworden ist. Krass wie eh und je, turbulent, wortwitzig und mit den Darstellern von damals, unter anderem Bryan Cranston, der mit der Serie „Breaking Bad“ als drogendealender Chemielehrer zum globalen Superstar geworden ist.
    • King & Conqueror (ab 11. April, Paramount+) – „Game of Thrones“ lässt grüßen: Dieses Historien-Epos über die legendäre Schlacht bei Hastings zwischen Normannen und Angelsachsen anno 1066 kreist um Machtgier, Schwerter und den Kampf um ein Königreich in schlammig-naturalistischer Mittelalteroptik. Mittendrin: GoT-Star Nikolaj Coster-Waldau als Wilhelm der Eroberer, der das brachiale Ringen um Englands Thron im 11. Jahrhundert für sich entscheidet. Sein Gegenspieler, der angelsächsische Harold von Wessex, wird von James Norton verkörpert. Der Fokus liegt nicht nur auf dem historischen Schlachtengemälde, sondern auf dem Scheitern einer Freundschaft.
    • Crooks (ab 14. April, Netflix) – Hier der Berliner Galgenvogel mit der markanten Visage, da das bärige Wiener Original mit Herz: Es war wohl nicht zuletzt dieses ungleiche Protagonisten-Duo, das die erste Staffel von „Crooks“ so beliebt machte. Jetzt gibt es eine zweite Staffel des rasanten Thrillers um den ehemaligen Safeknacker Charly (Frederick Lau) und den loyalen Gemütsmenschen Joseph (Christoph Krutzler). Wieder geht es um schnelle Autos in regennassen Straßen, um Schüsse, Blut und Rache: Gauner, die es auf eine kostbare Goldmünze abgesehen haben, jagen sich auch diesmal wieder um die halbe Welt. Leute mit Klischee-Allergie werden mit der Serie aber nicht glücklich werden.
    • Only Margo (ab 15. April, AppleTV) – Im echten Leben sind Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden wegen des Machtgefälles heikel – in Serien gehören sie zum Standardrepertoire. Auch die Titelheldin von „Only Margo“ steigt mit ihrem Professor ins Bett: Margo (Elle Fanning) wird von ihrem verheirateten Englisch-Dozenten schwanger, prompt lässt er sie fallen. Um als junge Mutter finanziell über die Runden zu kommen, startet Margo einen OnlyFans-Account. Dramatisch, warmherzig, bisweilen bizarr: Die Serie erzählt von Prekarität, Mutterschaft und der Social-Media-Ökonomie in Zeiten digitaler Moderne. Die Adaption des Romans von Rufi Thorpe ist stargespickt: Michelle Pfeiffer spielt Margos Mutter, Nicole Kidman eine überraschend exzentrische Anwältin.
    • My Ex (ab 27. April, ZDF-Mediathek) – Sie gehört zu jener Generation von Entertainern, für die MTV und Viva das Sprungbrett zum Ruhm waren. Jetzt ist Palina Rojinski, bekannt aus Kinofilmen, Werbespots und Shows mit Joko und Klaas, in ihrer ersten Serienhauptrolle zu sehen: Als romantische und impulsive Innenausstatterin Ivy hat sie in dieser Dramedy schon viele Frösche geküsst, aber ihren Prinzen noch nicht gefunden. Reichlich frustriert lässt sie sich von einem hippen Orakel die Karten legen und erfährt: Einer ihrer früheren Partner war der Mann fürs Leben und sie hat nur drei Monate Zeit, ihn zu finden, sonst ist der Zug endgültig abgefahren. Unerschrocken klappert Ivy deshalb die Kerle aus ihrer Vergangenheit ab und er lernt viel über sich selbst.
    • Das Geisterhaus (ab 29. April, Prime Video) – Nicht nur das Kino knöpft sich derzeit große Romane der Weltliteratur vor, auch die Streaminggiganten plündern die Bücherregale. Prime Video hat sich an die Allendes Familiensaga „Das Geisterhaus“ gewagt: Das Epos erzählt die über mehrere Generationen reichende Geschichte der chilenischen Familie Trueba, deren Schicksal zwischen 1920 und den 1970er-Jahren eng mit den politischen Umbrüchen des Landes verknüpft ist. Eine komplexe Handlung, gepaart mit magischem Realismus – keine leichte Aufgabe für die Macher, die hier stärker auf kulturelle Authentizität setzen als die starbesetzte Leinwandadaption von 1993: Der Achtteiler wurde komplett auf Spanisch und an Originalschauplätzen in Chile gedreht.
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