Die beiden Mädchen Elk und Mab verbindet eine tiefe Freundschaft. Dann geschieht ein Unfall, den nur eine der beiden überlebt und der die Zeit in ein Davor und ein Danach teilt - in „Zwei Seiten eines Augenblicks“. Jenny Valentine beschreibt in ihrem Buch das Weiterleben ohne die Freundin, den Umgang mit dem Verlust und der Trauer schmerzlich intensiv. Sie erzählt dabei nicht chronologisch, sondern springt zwischen den beiden Ebenen: wie Mab Elk aus einem Labyrinth herausführt und dies zum Beginn ihrer Freundschaft wird; wie Elk sich zu France, dem älteren Bruder von Mab hingezogen fühlt und damit einen Keil in die Freundschaft treibt; wie die Verbindung der beiden Mädchen auch der Tod nicht trennen kann.
„Zwei Seiten eines Augenblicks“ ist raffiniert erzählt
Es ist ein Buch, das seine Leserinnen und Leser herausfordert - nicht nur wegen des emotionalen Themas und der raffinierten, aber komplexen Erzählkonstruktion, sondern vor allem wegen der überraschenden Wendung, die die Handlung zum Ende hin nimmt und alles Vorherige auf den Kopf stellt. Valentine schreibt über Tod und Trauer, aber auch über die kostbaren Momente des Lebens.
Jenny Valentine: Zwei Seiten eines Augenblicks. Aus d. Englischen von Klaus Fritz; dtv, 192 Seiten, 16 Euro – ab 14
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