Hofstetten Vergangenes Jahr und auch dieses Jahr wieder großes Thema in der Gemeinde Hofstetten: die Wasserversorgung. 2011 wurde die Leitung vom Hochbehälter in Hagenheim nach Hofstetten erneuert, dieses Jahr steht die Suche nach einem neuen Trinkwasserbrunnen auf Hagenheimer Flur an. Auch 2012 hat die Kommune einige Projekte auf der Agenda, auf die Bürgermeister Benedikt Berchtold im Gespräch mit unserer Zeitung vorausblickt.
Eigentlich hätten die Probebohrungen für einen neuen Trinkwasserbrunnen, der gemeinsam mit der Gemeinde Thaining gebaut wird, diese Woche im Bereich Waldhütte starten sollen – „aber es war zu kalt“, so der Bürgermeister. Berchtold hofft, dass die Probebohrung in dem Bereich, der mehrere Hundert Meter vom Hochbehälter entfernt liegt, erfolgreich ist. „Es wäre von Vorteil, denn jede Bohrung kostet natürlich Geld.“ Dass der neue Trinkwasserbrunnen – selbst bei einer positiven Bohrung – schnell gebaut wird, schließt Berchtold hingegen aus. „Das dauert mehrere Jahre. Wenn die erste Bohrung erfolgreich ist und wir 2012 mit der Planung nachkommen, dann ist es ein Erfolg.“ Erfolgreich abgeschlossen werden konnte im Sommer 2011 der Neubau der Wasserleitung von Hagenheim nach Hofstetten. Auf rund 1,7 Kilometern Länge wurden neue Rohre verlegt. „Die alte Leitung stammt aus den 70er-Jahren und war ein 150er-Rohr, von der Dimensionierung zu klein“, erläutert der Bürgermeister das abgeschlossene Projekt. Im Zuge des Wasserleitungsneubaus wurde auch gleich noch ein Leerrohr für Glasfaserkabel verlegt. Denn während Bürger und Gewerbetreibende in Hofstetten seit 2011 mit DSL über schnelles Internet verfügen, hatte eine Abfrage in Hagenheim zu wenig Anklang gefunden. Trotzdem sei man für einen späteren Anschluss des Ortsteils ans DSL-Netz mit dem verlegten Leerrohr gerüstet, so Berchtold.
Neue Einfahrten an der Kreisstraße
Neben der Neugestaltung der Ortseinfahrten im Zuge der Sanierung der Kreisstraße LL23, die der Landkreis durchgeführt hatte, wurde bei der westlichen Einfahrt auch die Wasserführung am Pumpenhaus neu gebaut. „Der Umbau der Kreuzung im Westen war ja Bestandteil des Vertrages mit dem Landkreis“, so Berchtold über die Maßnahme, die im Vertrag zur Verlängerung der Nutzung des Abfallwirtschaftszentrums abgeschlossen worden war.
Geplante Kreditaufnahme war nicht erforderlich
Neu sind seit 2011 auch die Gehwege in Ammersee- und Schulstraße. Komplett abgeschlossen werden konnte im vergangenen Jahr auch die energetische Sanierung von Schule und Turnhalle. Im Pausenhof soll der Schulbrunnen dieses Jahr saniert und umgestaltet werden. Verändern wird sich auf lange Sicht hin das Ortsbild im Nord-Westen. Dort soll die Erschließung eines weiteren Baugebiets heuer erfolgen, wie Berchtold sagt. Zwölf Parzellen stünden dort dann frei. Und der bereits bestehende Wall entlang der Kreisstraße werde verlängert. „Für Hagenheim wollen wir auch einen Bebauungsplan für ein neues Baugebiet aufstellen. Und nach einem neuen Gewerbegebiet wollen wir auch Ausschau halten.“
Erfreulich ist für Hofstettens Bürgermeister, dass die in 2011 eigentlich geplante Kreditaufnahme in Höhe von rund 400 000 Euro nicht getätigt werden musste. „Wir haben sparsam gewirtschaftet und Gewerbegrund verkauft.“